Ueber die Krankheiten und Störungen des Nervensystems ... / Getreu ins Deutsche übertragen unter Aufsicht und unter Bevorwortung [sic] des Dr. F.J. Behrend.
- Marshall Hall
- Date:
- 1842
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Credit: Ueber die Krankheiten und Störungen des Nervensystems ... / Getreu ins Deutsche übertragen unter Aufsicht und unter Bevorwortung [sic] des Dr. F.J. Behrend. Source: Wellcome Collection.
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![28. „Konnten die erstem erregten Bewegungen der Irri- tabilität zugeschrieben werden? Ich will diese Behauptung da- idurch erproben, dass ich untersuche, ob jetzt, da die Achse des excito-motorischen Systems mit dessen Phänomenen vernich- tet ist, die Einwirkungen einer geringen galvanischen Erschüt- terung das Nochvorhandensein der Irritabilität darthun werden. | Sie bemerken, wie dadurch die Muskeln augenblicklich und kräf- tig zur Kontraktion erregt werden.“ 29. „Ist, frage ich, der aus diesen Experimenten erlangte Beweis einer Verschiedenheit zwischen den Bewegungen des Wil- lens, denen des excito-motorischen Systems und denen der Irri- tabilität nicht vollständig und durchaus unzweifelhaft?“ 30. Wir haben so in einem Experiment, welches Jeder t wiederholen kann, die Phänomene der Cerebral-, der wahren t Spinal-, und der ganglionischen Abtheilung des Nervensystems i isolirt. Es braucht nicht noch hinzugefügt zu werden, dass die ) so dargethanen Principien sowohl für die Physiologie der iibri- } gen Thiere, als für die Physiologie und Pathologie des Menschen i ihre Gültigkeit haben. 31. Jedoch, damit nicht Jemand glaube, diese verschiedenen ‘ Phänomene der einzelnen Abtheilungen des Nervensystems seien i nur auf niedere Thierorganismen beschränkt, theile ich hier ein anderes, ebenfalls interessantes Experiment an einem Pferde mit. 32. Sechster Versuch. Ein Pferd bekam mit der Axt ! einen Schlag auf die vordem Lappen des Gehirns. Es fiel augen- ( blicklich hin, wie vom Donner getroffen, bekam Krämpfe und j blieb dann bewegungslos. Kurz darauf begann es zu athmen 1 und athmete gehörig weiter durch Hülfe des Zwerchfells. 33. Wurde es mit einem scharfen, oder spitzigen Instru- ] mente, mit einer Nadel oder einem Nagel, an irgend einer i Stelle des Antlitzes oder an der übrigen Oberfläche des Körpers ] gestochen oder gerissen, so blieb es ohne alle Bewegung i und gab kein Merkzeichen von vorhandener Empfindung oder 1 Willensthätigkeit. 34. Wurde hingegen die Augenwimper mit einem Stroh« i halme nur berührt, so wurde durch die Thätigkeit des m. i orbicularis das Augenlied kräftig geschlossen. Wurde die Hornhaut berührt, so wurde der Augapfel durch die Thätigkeit des abducens nach Aussen gezogen. Wurde der Afterrand](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29289464_0041.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


