Die Zuckerkrankheit und ihre Behandlung / von Carl von Noorden.
- Carl von Noorden
- Date:
- 1895
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Credit: Die Zuckerkrankheit und ihre Behandlung / von Carl von Noorden. Source: Wellcome Collection.
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![T)to riivsi(ilnü-io und ;iIlü-onioino l'allinhi^'io dos Ziickorli;nisli;ilts. ö lang'; .sie gelicii bis auf Spuroii in Trauhoiiznokor iiboi- (,syn. GJykoso, Glukose, Dextrose). Das gleiche ISchiclvsal triff't natürlich Dextrin und Maltose, wenn sie etwa in Speisen und Getränken als solche ^■ol•handen ware]i. l\o]irzuckev (Saccharose) ist ein Disaccharid uiul wird im Verdauungscanal dui'ch Säuren, Fermente, Bakierien in soÄnr heidon Cnniponenten: Traubenzucker und Fi-nchtzneker (syn. Ijjievulose) gespalten und in dieser Form dem Blut übei-mitteJt. Nur wenn die Rohrzuckeraufnahme sehr gross ist, wird auch unzersetzter Rohrzucker resorbiert. Fruchtzucker (Syn. Laevulose in reifen Früchten, in llonig) wird unverändert in das Blut übergeführt. Milchzucker (syn. Lactose) wird gieichfalls unverändert in das Blut aufgenommen. Cellulose wird wahrscheinlich gar nicht resorbiert, docdi ver- schwindet ein Teil derselben im Darm, weil sie sehr leicht von Bakterien zu Methan, Kohlensäure, Essigsäure und Buttersäure ver- gährt wird. Aus der Darmwand bewegt sich der Kohlenhydratstrom durch die Pfortader zur Leber hin. Je nach Art der Nahrung nehmen an diesem Zuge zur Leber verschiedene Kohlenhydrate Teil: Gly- kose, Laevulose, Lactose, Saccharose, -Spuren von Dextrin und Mal- tose. Es ist weiterhin klar, dass der Gehalt des Pfortaderblutes an Kohlenhydrat erheblich wechseln muss. Während er bei nüch- ternen oder mit Fleisch und Fett gefütterten Hunden 0,1—0,15 pCt- beträgt, fanden ihn von Mering und Pavy nach Fütterung mit Kohlenhydraten = 0,4 pCt. und höher. II. Olj kogeiibildimg aus Kolileiiliydraten. (2) Was geschieht nun weiter mit den Kohlenhydraten? Darauf gaben die Arbeiten Claude Bernard's die Antwort. Seine Unter- suchungen sind häufig wiederholt und im wesentlichen immer be- stätigt worden. Einige Erweiterungen seiner Lehre]i verdanken wir Pavy, E. Külz und C. von Voit. So lange der Kohlenhydratstrom vom Darm zur Leber ein massiger bleibt, ist es für das weitere Schicksal der Kohlenhydrate](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211899_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


