Volume 1
Die Wirkung der Arzneimittel und Gifte im gesunden thierischen Korper / nach fremden und eigenen Beobachtungen bearbeitet von Karl Wibmer.
- Wibmer Karl.
- Date:
- 1831-1842
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Credit: Die Wirkung der Arzneimittel und Gifte im gesunden thierischen Korper / nach fremden und eigenen Beobachtungen bearbeitet von Karl Wibmer. Source: Wellcome Collection.
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![manie hervorriefen, die nur durch strenge, lang fortge- setzte Behandlung geheilt wurde. 11. A n T li i e r e n. h]a Her *) sagt, dafs das w'eidende Vieh diese Pflanze stehen läfst. Camerariux *) sagt, dafs Pferde von ihrem Ge- nusse auf der V\'eide purgirt und mager werden. Vib org“) fand, dafs 6 Loth der frischen Pflanze mit Mehl, und die Abhochung einer fast doppelt so starken Portion einem Pferde nichts machten. Ein Quintei der Wurzel pulverisirt einem mittelgrofsen Hunde eingege- ben machte heftiges Erbrechen und krampfhafte Zu- fälle. Orfila ') machte folgende Versuche; Um 10y4 Uhr Morgens brachte man in den Magen ^ eines kleinen starken Hundes 3'/, Drachmen Extr. aq. Gratiolaeun^ unterband die Speiseröhre. Nach 24 Stun. den erst winselte er, lag aul der Seite, und starb eine Stunde nachher, ohne Störung des Athems. Die Schleim- Haut des Magens zeigte durchaus eine kirschrothe Farbe; überall, wo sie Falten bildete, war sie schwarz, was Yon ausgetretenem Blute herrührte; die Muskelhaut war natürlich. Das Innere des Mastdarms war deutlich ent- zündet, der übrige Darmcanal etwas roth. Die äufseren Venen des Gehirns strotzten von schwarzem Blute: seine Gefäfshaut war injicirt und lebhaft roth. Derselbe Versuch ward mit 3 Quintei repetirt. Der Hund st^rb nach 12 Stunden; die Magenschleimhaut war durchaus lebhaft i-oth. Um Mittag brachte man an die Schenkelwunde eines s) Hist. Stii’j;. Iielv. Nro. 329. t) Hort. med. et pliilos. p. 69- u) Samml. für Thierärzte, III. Bdclien. v) Toxicol. gen. I. p. 747.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2171972x_0001_0878.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


