Die geistige Ermüdung : eine zusammenfassende Darstellung des Wesens der geistigen Ermüdung, der Methoden der Ermüdungsmessung und ihrer Ergebnisse speziell für den Unterricht / von Max Offner.
- Offner, Max, 1864-1932.
- Date:
- 1910
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Credit: Die geistige Ermüdung : eine zusammenfassende Darstellung des Wesens der geistigen Ermüdung, der Methoden der Ermüdungsmessung und ihrer Ergebnisse speziell für den Unterricht / von Max Offner. Source: Wellcome Collection.
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![leicht dem Philosophen in alle Höhen und Tiefen folgen. Man sagt sich beim Lesen immer wieder: der Verfasser ist ein gründ- licher Kenner der Literatur und hat die Seelenvorgänge bei sich und an seiner Umgebung scharf und dauernd beobachtet.“ [Blätter für d. Gymnasial-Schulwesen 1909, p. 438.] „Offner betrachtet sehr richtig das Gedächtnis nach seinen beiden wesentlichen Seiten: einmal als die Nachwirkungen der Be- wußtseinserlebnisse und sodann als das Wiedererstehen derselben unter gewissen Bedingungen. Folgerichtig untersucht er deshalb zunächst die Bewußtseinserlebnisse selbst und stellt im Gegensatz zu den Empfindungen und Wahrnehmungen die Vorstellungsinhalte als das eigentliche Material des Gedächtnisses fest. Des weiteren geht er sodann den Bedingungen nach, von denen die Entstehung der Vorstellungen abhängt. Das führt ihn sodann zur Erörterung der Nachwirkungen der Vorstellungsdispositionen und Assoziationen und der Ursachen des Wiedererstehens der Vorstellungen oder des Wirksamwerdens der gebildeten Dispositionen, mit andren Worten, zur Darstellung der Reproduktion. Was die neuere und neueste Zeit auf diesem Forschungsgebiete geleistet hat, das stellt Offner übersichtlich zusammen. Wo die derzeitige Wissenschaft noch Lücken läßt, tritt er mit annehmbaren Hypothesen ein. Am be- deutsamsten für uns ist aber, daß er überall Beziehungen zu Unter- richt und Erziehung sucht und somit für die Pädagogik ein grund- legendes Buch geschaffen hat, das allen Lehrern der Beachtung, insonderheit den jüngeren zum Spezial- studium für die zweite Prüfung empfohlen werden kann.“ [Pädagog. Warte 1909, Heft 19] »•••Was über Assoziation und Disposition des Gedächtnisses, über indiyiduelle und sexuelle Unterschiede des Gedächtnisses, über Gedächtnis und Intelligenz gesagt wird, geschieht in einer Form, die von dem Tone und Stile anderer philosoph. Schriften wesent- lich sich abhebt. Der Stil ist nämlich auch genießbar, und die Lektüre des Buches keine Qual, sondern fast durchweg ein Genuß. Nirgends jenes Schwelgen in termino- logischen Ausdrücken, die gleich absichtlich zwischen die Füße ge- worfenen Steinen das Fortkommen in der Lektüre erschweren, son- dern überall klipp und klare Darstellungsweise, die es selbst dem Anfänger oder weniger Bewanderten auf dem weiten Felde der Psychologie ermöglicht, für sich zu lernen und Einblick m die rastlos betriebene Forschung und Erklärung der Gedächtnis- vorgänge zu gewinnen. Und alle, die an ihrer Weiterbildung ar- beiten und über eigene oder anderer Leute Qedächtnisvorgänge Berufs- oder anderen Gründen — sich Rechenschaft geben, werden Öffners Studie mit Nutzen und Gewinn lesen; der reiche Inhalt und die gefällige Form verdienen, daß es recht viele tun.“ [Literar. Rundschau zum Bayrisch. Kurier 1909, No. 12.] „. . . Diese bedeutende, auch d Stellung und eine sehr anschauliche nete Aroeit. . ..“ urch Klarheit der Dar- Terminologie ausgezeich- [Pädagog. Jahresschau III.] gesamte einschlägige Literatur bis zu den neuesten Ar- beiten Uber die Tatbestandsdiagnostik ist sorgfältig benutzt worden, jedoch ohne daß sich der Verf. in Einzelheiten verloren hat.“ [Pädag. Blätter f. Lehrerbildung 1909, Heft 4.]](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28067113_0101.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


