Nanna, oder, Über das Seelenleben der Pflanzen / von Gustav Theodor Fechner.
- Gustav Fechner
- Date:
- 1908
Licence: In copyright
Credit: Nanna, oder, Über das Seelenleben der Pflanzen / von Gustav Theodor Fechner. Source: Wellcome Collection.
53/328
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![V>. 46. ] Schleime ufw. ufw. aus unorganifd)en (Stoffen jtt erzeugen; jebe $flanje erzeugt etwas anbereS mit einem anberu Vau, ohne baff mir bodj irgenbmie begreifen tonnen, wie bie anbere Slnorbnung oou gellen, 5aieru' 9Wf>ren bies bewirten tonne; ein fiefjerer VeweiS, baß fjier eben nodj etwas mehr als blofj gafertt, gellen, 9röf)ren mirffam fiitb. SDaff nun bieS 3Jief)r wirtlich wenigftenS mit in einem feinen unwägbaren 91gettS liege, bafiir fpridjt ber Uinftanb, bafs fdjon bei ben gewöhnlichen djemifdjen ©rjdjeiuungen, bie außerhalb beS DrganiSmuS oott= ftatten gehen, ein fold)eS mit im Spiele ift; ©leftrijität wirb babei teils erzeugt, teils wirft bie erzeugte auf ben djemifchen $ßro$efj jurücf; unb fo wirb eS feine Sdjwicrigfeit haben, oielmehr bie größte Slufforbernng oorliegen, audj bei ben ,unge= wohnlichen chemifchen ©rfdjeinungen in ben fßflanjen ein foldjeS int Spiele oorauSjufeßen, baS (ober beffen Spiel) nur ebenfo oou bettt SlgettS (ober Spiel), baS bie gewöhnlichen d)emifchen ©rfdjeiitungeit bel)errfd)t, fid) unter jd)ciben mag, als beiberlci ©rfdjeinungen felbft fid) ootteittanber unterfdjeibcu. 3ft bod) ©rttttb ju glauben, baß auch bie ©rjeugung beS 9ieroeu=5(genS, welcher 9iatur cS immer fein mag, in beit Stieren mit bett barin oorgeljenben chetnifdjen ißrogeffen jufammenhängt, fowie barattf ritefmirft; fo baf? bie Struftur unb Snorbnung beS Heroen* fpftemS nur für bie Verteilung unb Verbreitung beSfelben oou Vebeutung erfdjeiitt. 9llfo bie Vebittgungett ber ©rjeugung unb beS Spiels eines folchen feinen SlgenS, baS ber Seele als ÜUtittelglieb bienen föntte, will man eitt fold)eS forbern, oermißt man im ^flattäenleibe ebenfo* wenig wie int Stierleibe; nur bie Vebinguttgen einer geregelten Verbreitung ober Verteilung beSfelben, wie fie baS georbnete VMrfen einer Seele oerlangt, tonnten mit bem Dterüenfpfteme ju fehlen fdheinen. ?lber ba wir nicht im ©eringftett miffett, waS bie Heroen felbft geeignet ntad)t, baS etwaige 9icrocu=9(genS ifoliert ju leiten, ja bieS utiS fogar bis jeßt fd)Wer crflürlid) fdjeiitt, fo föntteu Spiral* ttttb anbere ^afertt ber ^flattje ganj ebenfo tauglich fein, ein ähnliches 9lgenS ifoliert ju leiten, wenn eS, was wir nod) fel)r fraglid) holten, foldjcr Leitung in ähnlichem Sinne wie im Stiere bebürfen follte. Setif r, 9taitna. 4. Stufl. 3](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28066431_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)