Ueber die schwedische Heilgymanstik : mit besonderer Berücksichtigung der mechanischen Nervenreize / von G. v. Cederschjöld.
- Cederschjöld, G. von.
- Date:
- 1877
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Credit: Ueber die schwedische Heilgymanstik : mit besonderer Berücksichtigung der mechanischen Nervenreize / von G. v. Cederschjöld. Source: Wellcome Collection.
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![@^3ajtergange fo t)äufin über ©rmübiuig, 5Rü(fenfd)merj, fogar ®(^tt)inbct flagcu; bic Seinegiing tft ju einfeitig gctuefcn, \u ermübet, ober [ie giebt feine genügenbe .^JetDeguiigen. 3JZon imrb fragen, tt)ie e§ benn fomnit, ba^ gemö^ntid) nad) einem ©pajiergange bic ^ör|)ertt)ärme gefteigert ift, maß auf eine befdjteunigte 53Iutcircu(ation beuten mu^; man üerfud)e eö nur, im 3iininer auf unb ab ju gelten unb man toivb fe^cn, ba^ ein (Spajierengel^en im g-reien oon eben fo langer ®auer einen ganj anberen (Srfotg ^at. ©8 ift {)au|3tfäd)Iid] bie frifc^e 8uft, n3e(d)e bie Körperwärme er^ö^t t)at. Slber frifd)e Öuft tft bo^ not^= Jnenbig unb foüen mir benn nidjt fpajieren ge^en? gefti^, unb jmar me^r ate im Sltfgemeinen gefd)ie^t. 3fd) fprec^e aud) nur gegen baö ®e^en al8 iöemegung ju ^eiljmeden benutzt. 3Bie i)äufig mirb nid)t üon ben 2Ierjten oerorbnet, man foüe fic^ oiet Semegung mad)en. !Ca fommt benn in erfter 9?ei^e baS ®e{)en, fobann »irb em|3fot)(en, bie S:urn^at(e ju befud)en. Slber beim 2;urnen merben bod) mo^t bie a}2u8Mn geprig in Seroegung gebrod)t? Qa m% aber ber üturner tft fe^r kidjt Ueberanftrengungen auSgefet^t, ober benu^t j. Sd. ben rechten Sirm me^r al8 ben linfen, ober befc^ränft üieüetdit ba« 2:urnen auf foId)e Uebungen, bereu 2lu8füt)rung i^m Ieid)t wirb unb bie Se* ftegung rairb baburd) einfeitig, tt3ag immer fd)äblid) ift. (g§ r)ängt öon i^m felbft ab, mie oiet traft er anmenbet, er wiü ben SDIitturnenben nic^t nad^fle^en, er itimmt aKe feine Kräfte jufammen unb teid)t t)at er @d)aben ftatt S^iu^en bon ber Semegung. Wü einem atöorte berSurnenbe fann felbft ittd)tbeurtl)eiteu, wie er fid) jmed* mä^ig bewegen ober wie öielKraft er anwenben foll, unb ba§ ift eben, wo« baS turnen ju ^eitjwecfen unpaffeub mad)t. ©urd) bie bupticirten Bewegungen bagegen fönnen beuKranfen gerabc bicicnigen mmUn in Bewegung gefegt unb biefen gerabe fo oiet Kraftanftrengung jugemutl)ct werben, wie in bem betreffenben gaüe nöt{)ig ift. hierbei ift ju bemerfen, bajj ba§ lleberwinben eine« Sibcr« ftanbes (baS Beugen be8 Slrmeö) fdjWerer ift als bie entgegcngefel^te Bewegung (wenn bie bem mmd cntgegcnarbcitenbe Kroft bcibe SKalc g(eid) ift); benn bei ber crften Bewegung (Beugung) f)at ber ü}htöW bie gviction im ©clcnfc ju überwiuben, wäljrenb im anberen gaüc](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2039164x_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


