Die Cholera-Epidemie in Köln im Jahre 1849 : Resultate der Beobachtung und Behandlung im dortigen Bürger-Hospital : nebst numerischen Zusammenstellungen über die Erfolge der Gendrin'schen Behandlungs-Methode und den Einfluss der allgemeinen Blutentziehungen insbesondere / von F. Heimann.
- Heimann, F.
- Date:
- 1850
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Credit: Die Cholera-Epidemie in Köln im Jahre 1849 : Resultate der Beobachtung und Behandlung im dortigen Bürger-Hospital : nebst numerischen Zusammenstellungen über die Erfolge der Gendrin'schen Behandlungs-Methode und den Einfluss der allgemeinen Blutentziehungen insbesondere / von F. Heimann. Source: Wellcome Collection.
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![Diefc Ärtfen fint> Sdhwetße, febtmentirenber Urin, -iftafenblus ten, feiten ^arobtten-©efd;wiiIjie. ©enbrt'n rechnet aud) nod; fdüeiittige, ä£enbe, ruhvarttge Durthfälle ^>111311; id) vermag aber die frittfche ^Bedeutung biefer Sludleerungen aud eigener (£rfah5 rung nid;t 31t betätigen* 3d; enthalte ntid) einer ind SDetatl gehenden 53efd;reibung btefer frtttfrf;en ©rfdjeittungen, ba eine feldte nur bie in früheren ©ptbentteeit gentad;ten 53eobad;titngen betätigen würbe, ohne etwad 9ieued ^ingugufügen. 2)tc wich* tigfte Sludfonbcruttg in bt'efer '■periobe ift bie Urins2lbfd;et'buttg, bereu balbige ÜÖSieberfehr ein günftiged S$or3eid;en, bereu 5luds bleiben hingegen etited ber widüigften 3eid)en für ^5rognofe unb ^Behandlung hübet, t'nbem man bei nod; mangelnder Urins 2lbfonderung nientald bcred;ttgt ift, bcn Äranfen für gerettet 31t halten. 2D?an hüte fid) aber, bie während biefed Stabiumd Cfowohl bei pottfiänbiger ald unoollfotiimcner Dieactton) fehl* häufig oorfomtncnben $$eficaU9ietentionen für nod) beftehenbe Slnurie 3U nehmen, unb oerfäume in 3weifelhaftett gälten nies mald bie SIpplication bed Äatheterd. Sehr hüuftg bildete in btefem Stabiunt eine 33(afcnbcrhaltung beit ©rund fortbauerits Iber Unruhe, Schmerjhaftigfeit bed 23aud;ed, bet Ätttbern felbft bott Trümpfen unb dergleichen. 3e allntäh(td)er während ber 9ieactton ber s])uld fid; fe glctd;mäfjigcr bie Secrettonen fid; wtcberherftellten, fe alls , gemeiner unb duftender bie pautwärmc wurde, fe tnel;r bad ©eftcht an natürlid;em Sludbrucf, bie Stimme an Ära ft ges wann, um fo el;er durfte man ber eintretenben 9icaction trauen unb eine günjit’ge (Sntfd;eibung Reffen. SBurde wäh* rettb bed ffteactiondsStabiumd SBIut aud den Seiten gegogen, 1 fo geigte baöfelbe regelmäßig eine flad;e, derbe, grünlid; fd;ils lerttbe ßrufia. 2)ad DieacttondsStabium fatttt, wie fid; aud dem bet den früheren Stabten ©efagten ergibt, auf febed ber früheren i Stadien, phlegtnorrbagifd;ed, cpanotifd;ed, afphpfttfd;ed, folgen. !@in eigentlicbed, fd;arf audgeprägted 9teactiondsgi eher ftcl;t man tttbeffen oorgugdweife nur ttad; bcn ct;anotifd;cn gälten. ! 9fad; ber phlegmorrhagtfd;nt Periode ift bad gteber gelinde, oft unnterfltd;, unb die Sd;weiße fallen unter einer dem ©rabe bers felbett entfpred;enben 23cfd;affenhcit bed sPulfes mit ber 2)itns berung ber übrigen Symptome 3itfammeit. 9lad; der Slfphpne](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22383347_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)