Über ein Einwirkung von Cyankalium auf Pyronin- und Acridinium-Farbstoffe / P. Ehrlich und L. Benda.
- Paul Ehrlich
- Date:
- 1913
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Credit: Über ein Einwirkung von Cyankalium auf Pyronin- und Acridinium-Farbstoffe / P. Ehrlich und L. Benda. Source: Wellcome Collection.
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![Cyan-pyronin + Natronlauge. 10 g Cyan-pyronin werden in 1000 ecem Wasser bei 80° gelöst und mit 200 cem /ı-Natronlauge von 80° vermischt; die blaue Lösung wird sofort entfärbt, und es scheidet sich ein hellgrau gefärbter Niederschlag ab. Man filtriert, wäscht gut mit Wasser aus und trocknet. Ausbeute 7 g = 82°), der Theorie. Für die Analyse wurden 7 g in 400 ccm Alkohol kochend gelöst, filtriert und mit etwa 800 cem heißen Wassers versetzt, wobei das Produkt schon in der Hitze krystallinisch ausfällt; man kühlt ab, filtriert und kry- stallisiert unter Zusatz von etwas Tierkohle aus Alkohol um. Kaum gefärbte, hellgelbliche Nädelchen, Schmp. 242° (unkorr.); in normaler Salzsäure kalt kaum löslich, beim Kochen schwer löslich mit intensiv gelber Farbe; die alkoholische Lösung ist farblos und fluoresciert violett, auf Zusatz von /ı-Salzsäure wird die Lösung gelb und fluoresciert grün. (Über die Reduktion der sauren Lösung s. u.) Konzentrierte Schwefelsäure löst farblos mit enorm starker, himmelblauer Fluorescenz, bei starkem Verdünnen mit Wasser wird die Lösung gelb, die Fluorescenz verschwindet. In Äther und Ligroin ist die Verbindung ziemlich schwer, in heißem Benzol und Essigäther leicht löslich. Chloroform löst schon in der Kälte sehr leicht mit violetter Fluorescenz; in Eisessig ist die Substanz mit intensiv gelber Farbe und grüner Fluorescenz sehr leicht löslich. 0.1738 g Sbst.: 0.4627 g COs, 0.0968 g H30. — 0.1662 & Sbst.: 15.1 cem N (17°, 755 mm). Cr Hıs N: O:. Ber. Ö 72.34, H 6.38, N 9193. Geis» 72.61, 2», 6.23.02 10,42. Die Verbindung ist identisch mit dem von Biehringer') be- «shriebenen Tetramethyldiamino-xanthon. Reduktion von Tetramethyldiamino-xanthon. (Darstellung von Bis-Pyronin.) 3g des Xanthons (s. oben) werden in 150 cem Alkohol, 30 ccm 10-n. Salzsäure und 200 cem heißen Wassers gelöst, die gelbe Lösung wird dann bei 65—70° mit 60 g Zinkstaub versetzt; man filtriert vom unverbrauchten Zinkstaub ab und dampft das schwach rötlich gefärbte Filtrat auf dem Wasserbad (es färbt sich beim Erhitzen intensiv violett) so weit ein, bis sich an der Oberfläche Krystalle abscheiden. Man saugt von diesen ab und trocknet auf Ton (1.2 g); aus dem Filtrat kann noch eine kleine Menge des gleichen Produktes durch Aufkochen und Abkühlen gewonnen werden. Um das Zinkdoppelsalz vom Zink zu befreien, wurde es zunächst in heißem Wasser gelöst und der Farbstoff nach Zusatz von wenig Salzsäure ausgesalzen. Die erhaltenen dunkelgrünen Krystalle wurden dann mit ver- dünntem, salzsäurehaltigem Salzwasser so lange ausgewaschen, bis auf Filtrier- 1) J. pr. [2] 54, 217—258 [1896].](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33443087_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


