Grundzüge der Physiologie und Systematik der Sprachlaute für Linguisten und Taubstummenlehrer / bearb. von Ernst Brücke.
- Ernst Wilhelm von Brücke
- Date:
- 1856
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Credit: Grundzüge der Physiologie und Systematik der Sprachlaute für Linguisten und Taubstummenlehrer / bearb. von Ernst Brücke. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![m französisrhen dmrme. Man könnte diesen Wandel für die Ansicht gellend machen, dass [sx\ und [%y] einfache Consonanfen seien, weil sie an die Stelle von einfachen Consonanten treten, aber es gibt keinen inductiven Beweis für ein Gesetz, welches lautete: Einfache Consonanten können nur wiederum in einfache übergehen. Durch ein so formuliertes Gesetz würde man auch zu dem Schlüsse, gelangen, dass t[sx\ und einfache Consonanten seien, wo- von ja das Gegentheil zu Tage hegt, indem sie aus zwei auf- einanderfolgenden Lauten bestehen, von denen der erste eine, der letztere aber zwei Articulationsstellen hat. Erst muss der Ver- schluss für das t gebildet werden, dann wird dieser ein weniges gelöst, wobei t explodiert, und es entsteht die Enge für das s\ gleichzeitig aber wird die Mittelzunge für das % gehoben, so dass nicht Ä, sondern [sx\ als dem « nachfolgendes Reibungsgeräusch erzeugt wird. Aufser s und %, % und y gibt es noch andere Reibungs- geräusche, welche sich mit einander combinieren lassen, z. B. l und w, s und % und w, s und |, z und q (unserer Bezeichnung), aber ich weifs nicht, ob diese Combinationen in irgend einer Sprache im Gebrauch sind. Ein tönender und ein tonloser Con- sonant können begreiflicher Weise nie combiniert werden, da die Stimmritze nicht gleichzeitig weit offen und zum Tönen verengt sein kann; ebenso kann ein Resonant mit keinem anderen Con- sonanten verbunden Averden, weil alle übrigen einen verschlossenen Nasencanal erheischen; ebenso ungeeignet zu Combinationen sind die Verschlusslaute wegen des gesperrten Mundcanals. Aber es fragt sich, ob nicht Resonantcn unter sich und Verschlusslaute unter sich combiniert werden können. Die Stellungen für zwei verschiedene- Resonantcn, z. B, m und 7i, können allerdings mit einander combiniert werden, aber nicht der Laut, indem nur immer der hintere Verschluss des Mundcanals, in unserem Beispiele der von n, wirksam ist, der vordere hingegen ganz wcrihlos. Wo also ein Wort mit mn anfängt, wie z. B. das griechische ^v^iia^ muss das m immer früher gebildet werden als das w; wollte man beide gleichzeitig bilden, so würde das m ganz verloren gehen. Ähnlich, jedoch etwas anders, verhält es sich mit den Ver- schlusslauten. Hier läfst sich die Stellung combinieren und bis zu einem gewissen Grade auch der Laut. Wenn ich JttoXsfiog spreche und den Verschluss für p und c möglichst gleiclizeilig .5*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20406265_0079.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)