Grundzüge der Physiologie und Systematik der Sprachlaute für Linguisten und Taubstummenlehrer / bearb. von Ernst Brücke.
- Ernst Wilhelm von Brücke
- Date:
- 1856
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Credit: Grundzüge der Physiologie und Systematik der Sprachlaute für Linguisten und Taubstummenlehrer / bearb. von Ernst Brücke. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![vollkominoii richtig durchgcFührlen Einthcilung der Consonanton in tonlose und tönende, das /* mit zu den tönenden rechnen. Man kann tlen Indern, die in Rücksicht auf Sprachlaute so viel Beobach- tungsgabe an den Tag legten, nicht wohl zutrauen, dass sie den blofsen Hauch für tönend hielten. Die Devanägari ist eine Schrift, welche durch die Inconslanz der Vocalzeichen noch deutlich die Spuren dos Syllabischen an sich trägt, und vielleicht nahmen die Inder, als sie das h den tönenden Lauten zuordneten, wegen der Schwäche seines consonanlischcn Elementes , weniger auf dieses als auf den damit verbundenen Vocal Rücksicht. Auch Purk ine führt das h unter den tönenden Lauten auf, indem er sagt, es entstehe, wenn sich der Hauchlaut mit ei- nem gelinden dumpfen Tone verbinde. Er bemerkt sehr richtig, dass dem A die qualitativen Verschiedenheilen der sämmtlichen Vocale, wie allen übrigen Kehlkopflauten mifgetheilt werden könne, je nach der Form, welche man dem Rachenmundcanale gibt, je nachdem man ihn für i, a, u u. s. w. einrichtet. Aber ich sehe hierin keinen Grund, das h als tönend zu bezeichnen, denn gerade im Augenblicke, wo die Stimme zu tönen beginnt, schwindet das, was für das h charakteristisch ist, der Hauchlaut, und man kann die Combination aha nicht aussprechen,, ohne beim h einen wenn auch noch so kurzen Zeilmoment mit der Stimme auszusetzen. Über die alte indische Aussprache des h ist man nicht im Reinen. Benfey bemerkt, dass es in den griechischen Transscrip- tionen im Anlaut nie auogedrückt wird, woraus er schliefst, dass es nur schwach gehaucht wurde, im Inlaute konnte es durch % Iransscribiert und z. B. ßgax^dv für brahman geschrieben wer- den: dass h im In- und Auslaute in ein hinteres % übergeht, ist bekannthch auch in anderen Sprachen keine seltene Erscheinung. Schon Purkine führt Beispiele dafür aus dem Böhmischen an, und im Deutschen finden sich solche zwar nicht in der Schrift- sprache, wohl aber in oberdeutschen Dialecten, wo es z. B. {^f^f WX^ oder [s^%^]üa%^ für Schuh heifst. Nach dem i geht hier das h nicht in sondern in über, z. B. du six^st für du siehst. Wenn wir übrigens die grofsen Dialeclverschieden- hcilen in lebenden Mundarten berücksichligen, so können wir leicht vermulhen, dass auch im allen Indien das /* nicht überall und zu allen Zeilen gleich gelautet habe.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20406265_0089.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)