Ueber die Halsrippen des Menschen mit vergleichend-anatomischen Bemerkungen / von Wenzel Gruber ; mit 2 Tafeln.
- Gruber, Wenzel, 1814-1890.
- Date:
- 1869
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Credit: Ueber die Halsrippen des Menschen mit vergleichend-anatomischen Bemerkungen / von Wenzel Gruber ; mit 2 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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![Brustbeinrippe) bestehen, — was einiger Massen an die Bildung bei den Vögeln erinnert. — 19. Das Wirbelende der Halsrippen, welches ein Capüulum, Collum und Tuber- culum aufweiset, articulirt in der Regel mit dem Capüulum am Seitentheile der vorderen Fläche des Körpers und mit dem Tuberculum an der vorderen Seite des Endes des Querfortsatzes des 7. Halswirbels (= hinteren Querfortsatzes anderer Halswirbel), aus- nahmsweise mit dem Tuberculum an der genannten Stelle des Querfortsatzes des 7. Hals- wirbels und mit dem Capüulum entweder am Körper dieses Wirbels und am Lig. iwter- vertebrale zwischen ihm und dem 6. Halswirbel (Gruber — 2 F., 4 F. rechts [?] —), oder an beiden und am Körper des 6. Halswirbels (Rosenmüller, Fischer) (?). Das Wirbelende derselben aber, welches einfach ist und der Portion des Wirbelendes der ersten Art, die dem Capüulum und Collum entspricht, entbehrt, articulirt mit dem Capüu- lum, das analog ist dem Tuberculum des Wirbelendes der ersten Art, an der Spitze des Querfortsatzes des 7. Halswirbels allein (Moret — beiderseits —, Foucher — links —). 20. Beim Vorkommen einer am Körper und Querfortsatze des 7. Halswirbels articulirenden Halsrippe scheint es Regel zu sein, dass die Fossa costalis des 7. Halswirbels zur Articulation mit dem Capüulum der Rippe nicht unmittelbar auf dem Wirbelkörper, sondern auf einem mehr oder weniger ausgesprochenen cylinderförmigen Vorsprunge des letzteren sitze, also der 7. Halswirbel an seinem Körper mit einem Gelenkhöcker versehen sei. — Quain, Humphry, Rambaud et Renault haben den Gelenkhöcker abgebil- det, Luschka hat denselben von 3 (5) Fällen beschrieben und abgebildet, und Ich sehe ihn unter 5 Präparaten meiner Sammlung an 3 beiderseits (6). Die Existenz des Gelenk- höckers ist somit seit 1844 oft nachgewiesen. Wenn frühere Beobachter der Halsrippen und manche Beobachter aus der neuesten Zeit des Gelenkhöckers durch Schrift und Ab- bildung nicht gedenken, so ist damit noch nicht bewiesen, dass derselbe in deren Fällen wirklich gefehlt habe. Der Gelenkhöcker scheint wenigstens in der Regel vorzukommen. Sein Auftreten ist im constauten Vorkommen einer kegelförmigen von oben nach unten comprimirten Apophyse am Seitentheile der vorderen Fläche des Körpers des 7. Halswirbels, mit dem sich das mediale Ende des Rippenrudimentes knorplig vereiniget, begründet. — 21. Die Gelenkhöcker zur Articulation der Capüula der Halsrippen an der vor- deren Fläche des Körpers des 7. Halswirbels und die leistenartigen Vorsprünge an der oberen Endfläche des Körpers des 3. — 7. Halswirbels sind: von einander verschiedene Vorsprünge mit der Bedeutung von Auswüchsen oder Apophysen, die früher nicht Epiphysen waren, also aus besonderen Knochenkernen sich nicht ent- wickelt haben. Die leistenartigen Vorsprünge an der oberen Endfläche des Körpers der 5](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2105552x_0048.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)