Chirurgische Abhandlung über die angebornen krummen Füsse der Kinder, und über die Art diese Ungestaltheit zu verbessern / von A. Scarpa ; aus dem Italienischen übersetzt, und mit einer Vorrede begleitet von Dr. Malfatti.
- Antonio Scarpa
- Date:
- 1804
Licence: Public Domain Mark
Credit: Chirurgische Abhandlung über die angebornen krummen Füsse der Kinder, und über die Art diese Ungestaltheit zu verbessern / von A. Scarpa ; aus dem Italienischen übersetzt, und mit einer Vorrede begleitet von Dr. Malfatti. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
10/56 page 4
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![jener des verstorbenen TIPHAISNE, oder jener, welchen jetzt VERDIER 'zu Paris anwendet, oder jener des JACKSON zu London sey, wüfste ich nicht anzugeben, und es scheint, dafs es dem Publicum wenig daran gelegen seyn kann, es zu wissen, dafs dieser, denn ich vorschlage, die nämliche gute Wirkung der obangeführten hervorbringen, und ganz den vorgedachten Heilan- zeigen entsprechen wird. Indessen hoffe ich, dafs diese Abhandlung, obwohl sie vorzüglich bestimmt ist, einen bis jetzt der Mehrheit von Wundärzten un- bekannten Heilplan bekannt zu machen , noch einen andern wichtigen Nutzen schaffen wird, nämlich: den edelmüthigen Eifer jener Wenigen endlich zu we- cken, welche bis jetzt sich ausschliefslich mit diesem Gegenstand der Chirurgie beschäftigten, damit sie sowohl aus Ehrgefühl, als aus Menschenliebe, und zum allgemeinen Befsten neue Mittel dieser Art, wenn sie welche besitzen, vorschla- gen, oder dem, was ich hier über diesen Gegenstand gesagt haben werde, das- jenige zusetzen mögen, was eine lange Erfahrung in Behandlung dieser Art Uibei sie gelehrt haben könnte. §. 4. Die Verdrehung des Fulses nach ein-oder auswärts ist bald angeboren, bald nach der Geburt von äufsern oder innern Ursachen hervorgebracht. Die angebörne Verdrehung ist es, von der ich hier zu reden gedenke. In dieser Ungestaltheit ist die Richtung des Fufses, wo nicht allzeit, doch öfters mit der Spitze nach ein-und nach aufwärts, defswegen setzen die Kinder im Gehen den Fufs fl) auf den äufsern Rand, und fast auf den äufsern Knöchel zur Erde; in schweren Fällen dieser Art ist die Spitze des Fusses so einwärts gedreht, dafs sie mit dem Schienbein einwärts einen spitzigen, und auswärts einen stumpfen Winkel bildet. Bald ist einer, bald sind alle beyde Fiisse auf diese Art verun- staltet, und wenn es alle beyde sind, so nähern sich die Fufsspitzen eine der andern auf die Art, dafs sie sich fast berühren. Der Schenkel und Fufs behal- ten ihre natürliche Gestalt: doch geschieht es manchmal, dafs] ein oder das andere Knie etwas aus-oder einwärts steht. Der innere Knöchel ist sehr we- nig, oder gar nicht erhaben, der äufsere im Gegentheil ist es sehr, und liegt dem Anscheine nach mehr ab-und einwärts, als gewöhnlich Z>); aus der Ursa- che scheint es auch, dafs die beydeti Knochen des Unterschenkels so gedreht worden sind, dafs der innere Knöchel vor-der äufsere rückwärts gerückt sey. a) Tab. I. Big, I. b. c. SAUVAGES Nosolog. method. Loxarthrus internticularis.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2241566x_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)