Lehrbuch der Geburtshilfe / von Friedrich W. Scanzoni.
- Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels
- Date:
- 1853
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der Geburtshilfe / von Friedrich W. Scanzoni. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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![EOflcr ArlikH. Krankheite n «1 e i Blui 1. Der Icterus «Irr NeugeborueiL nun- L65 vnn in,- genan beol , boten 94 während ,1,.,. ,.,,,,,, t0 'l'.' der Geburt eine mehr oder weniger inten icterische Färbung dei Hautdecken dar. objecto wahrnehm] mptom einer Krankheit ent« Hieraus gehl wohl zur Genüge hei - der Icterus und die ihn bedingende Aufnahme von Gallenpigmenl in das Blul bu den häufigsten bei ruen vorkommenden Anomalieen der Bluimisehung zu zählen ist, und dam folg- lieh auch ein sehr häufig in diesem bebensalter wirk I r- sache betrachtet werden kann. igen Unterbindung der Nabelschnur, in der onzweeki haften Pflege der Neugebornen, in den zu \m atbalte de« Meconiumi i„ den Gedärmen u. s. w. gefunden zu haben; doch wird ein Jeder, dem Beobachtungen in dieser Beziehung zu Gebote stehen, sich ron der ünhaltbarkei aller dieser Hypothesen überzeugt haben. Wir für unser« I halten den ohne andere - Erkrank« Neu- - für ein Schleimhan! des Darml .!;M,/'ll'1' f'atar rhalischen Reizung und Anachwellnng, welche die Excretion der GaU das Duodenum behindert und bo entweder eine Zurückhaltung der Eiern« der Galle im Blute oder eine herbeigi ' Sorption derselben in die Blutg lingt. Die catarrhalische Reizung und An- schwellung d< r Schleimhaul als wird aber leicht erklärlich, v man bedenkt, dass die.se Organe nach der bis dahin ungewohnten Aufnahme von Milch oder anderen Nahrungsmitteln eigentlich erst zu ftmetioniren be- ginnen, und dasfl <\*r angewöhnte, auf die ScMeimhäute des Magens und Düni inwirkende Reiz das Entstehen einer Hyperämie mit ihren eon- seeutiven anatomischen Veränderungen begünstigt Berücksichtigt man end- lich die reichliche Gallensecretion der bei Neugebornen immer sehr volumi- nösen Leber, so leuchtet auch ein, warum die besagte Anschwellung der Schleimhaut der Gallenwege und die biedureh bedingte Verengerung des Lumen der letzten ofig Cholämie im Gefolge hat Dieser leteru» catarrhalü schwindet in der Hegel nach kurzer Dauer; nie sahen wir ihn langer als M Tage fortbestehen; er endete stets, wenn >ieh nicht eine andere Krankheit hinzugeselHe, mit vollständiger Genesung, zu deren Herbehlihrung wir nh Mittel anwandten, als solche, welche die Thätigkeit. der Haut eo d und somit eine Verminderung der Hy- perämie innerer Organe herbeizuführen vermögen: unstreitig Mehr, biet das läglieh mehrmal wiederholte IJaden des Kindes obenan. Die von vielen Seiten ohne rationellen Grund empfohlenen Purgirmittel, insbesondere das Calomel. würden wir, da sie die ohnediess vorhandene Hyperämie des Dann- kanals noch Steigern, nur dann anwenden, wenn bei hartnackiger Stuhlver- stoptag ein einfaches, erönuendes Kly.stier ohne Erfolg bliebe, was wir aber bis jetzt nie beobachteten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21005072_1089.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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