Mechanismus und Physiologie der Geschlechtsbestimmung / von Richard Goldschmidt.
- Richard Goldschmidt
- Date:
- 1920
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Credit: Mechanismus und Physiologie der Geschlechtsbestimmung / von Richard Goldschmidt. Source: Wellcome Collection.
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![— 216 — 2. Die Sterblichkeit nach der 4. Häutung war mehr als 50°/o ^ 246 cf :100Ç. 3. Die Sterblichkeit nach der 4. Häutung war mehr als 20°/o - 177,8(^:100 9. 4. Die Sterblichkeit nach der 4. Häutung war mehr als 10®/o = 142,7 d< : 100 cf. 5. Die Sterblichkeit nach der 4. Häutung war weniger als 10% = 103,1 d: 1009. Wenn dagegen keine Sterblichkeit in späteren Stadien vorhanden war, aber eine außerordentliche Sterblichkeit in früheren Stadien, so war die Geschlechtszahl unbeeinflußt, nämlich: 6. Sterblichkeit 82,3%, aber keine nach der fünften Häutung = 105,6 cf : 100 9- Dies ist zweifellos eine klare Demonstration, wie die selektive Elimination eines Geschlechts arbeitet, die gleichzeitig zur Vorsicht mahnt, aus Geschlechtszahlen voreilige Schlüsse zu ziehen. In diesem Talle ist die Art, wie die selektive Elimination von Weibchen arbeitet, völlig klar. In den meisten anderen Fällen kann nur die Tatsache festgestellt oder erschlossen werden. So ist es eine häufige Erscheinung, daß bei Bastardierung relativ weit auseinander¬ stehender Formen nur Männchen oder auffallend viele Männchen ge¬ bildet werden. Vielfach kann dies auf intersexueller Umwandlung beruhen, wie bei einer Reihe von Schmetterlingskreuzungen [Lymantria (Goldschmidt) Biston (Harrison)] und vielleicht gewissen Tauben¬ kreuzungen (Whitman-Riddle). In anderen Fällen mag es aber auch mit der allgemeinen konstitutionellen Schwäche der Bastarde zusammenhängen, von der ein Geschlecht mehr getroffen wird, wie auch sonst ein Geschlecht in den Jugendstadien empfindlicher sein kann wie das andere. Hierher gehören vielleicht Guy er s ^ Fasanen und Huhn-Perlhuhn Bastarde. Die Richtigkeit seiner Angaben, näm¬ lich eines starken Überwiegens von Männchen bei solchen Bastarden, wird aber von Poll energisch bestritten, der ganz normale Vertei¬ lung der Geschlechter fand. Noch eine weitere Möglichkeit der selektiven Elimination eines Ge¬ schlechts ist gegeben, nämlich das Vorhandensein von erblichen „Lethal¬ faktoren, die geschlechtsbegrenzt oder auch nicht geschlechtsbegrenzt vererbt werden. Ein Lethalfaktor ist ein Erbfaktor, dessen Anwesenheit manchmal nur in homozygotem Zustand, manchmal auch in hetero¬ zygotem den Organismus lebensunfähig sein läßt. Wenn auch die spe- 1) Guy er, N. C., On the Sex of Hybrid Birds. Biol. Bull. 16. 1909.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b18023046_0245.JP2/full/800%2C/0/default.jpg)