Ueber die Herkunft und Bedeutung der in den sog. Naevi der Haut vorkommenden Zellhaufen ... / vorgelegt von Max Abesser.
- Abesser, Max, 1877-
- Date:
- 1902
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Credit: Ueber die Herkunft und Bedeutung der in den sog. Naevi der Haut vorkommenden Zellhaufen ... / vorgelegt von Max Abesser. Source: Wellcome Collection.
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![Bilder erklärt sich, abgesehen von dem Grade der Ausbildung des gesammten Processes, durch den verschiedenen Ablauf der drei jenen zusammensetzenden Componenten, die in verschiedenem Grade bei jedem einzelnen Naevus mitwirken. Die Geschwulst- Entwicklung beginnt mit einer verschieden starken und bald langsam, bald schnell erfolgenden Epithel-Wucherung, an die sich die Epithel-Metaplasie, d. h. der Verlust der Epithel-Faserung und die Abschnürung der umgewandelten Epithelien anschliessen Letztere ist oft sehr verzögert, andererseits folgt sie gelegentlich der Wucherung so schnell, dass diese dadurch verdeckt wird Erst der Verlust der normalen Epithel-Faserung ermöglicht di<jj Abschnürung der Epithelien. Meist sind es die untersten Theih der Epithel-Leisten, die sich in Form von rundlichen Nestern ab: lösen. Die definitive Trennung vom Deckepithel vollzieht da; Bindegewebe der Cutis. Dieser Vorgang kann sich an derselben Stelle so oft wiederholen, als sich die Epithel-Leisten wieder ver> dicken, und ist so dem Abtropfen einer zähen Flüssigkeit vo / der unteren Kante eines Gefässes zu vergleichen. Der Abschnürung^ und Abtropfungs-Process hat nicht nur während des Embryona lebens, sondern auch nach der Geburt statt, und vielfach vollzieht er sich periodisch zeitlebens. Die Anordnung der Naevuszellel in der Cutis hängt mit dem Bau der Cutis zusammen, wodurch vielfach die Naevuszellen gezwungen werden, sich entsprechen den Gewebsspalten der Cutis zu Strängen anzuordnen. Den Arbeiten Unna’s gingen zeitlich vorauf Publicationei welche die mesodermale Herkunft vertheidigten. Die ältesi Arbeit, die Dernieville’s, leitet die Zellhaufen von den End] und Perithelien der Blutgefässe ab. Demieville fand die Kernt sowie die Zellmasse der Endothelien der Blutgefässe geschwollefjl namentlich aber zeigte sich in der Adventitia eine Kern-Infiltraticj durch deren Druck das Gefässlumen immer mehr oblitern Dadurch erklärt sich der Befund der Zellstränge, deren Que( schnitte die rundlichen Nester sind. Als Beweis für die ursprüt liehe Durchgängigkeit der Stränge hebt der Verfasser den p legentlichen Befund eines feinen, mit Endothelien belegten u mit Blutresten gefüllten Lumens hervor. Gerade dieses Merkna vermisste von Recklinghausen, der gleichwohl die Naevi v Gefässen ableitete, und zwar von den Lymphgefäss-Endotheli I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30600947_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


