Erfahrungen über Cholecystektomie und cholecystenterostomie nach 286 Gallenstein-Laparotomien : Zugleich ein Beitrag zur normalen und pathologischen Anatomie der Gallenwege mit einem vollständigen Verzeichnis der literatur seit Langesbuch 1897 / von A. von Bardeleben.
- Bardeleben, A. von.
- Date:
- 1906
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Credit: Erfahrungen über Cholecystektomie und cholecystenterostomie nach 286 Gallenstein-Laparotomien : Zugleich ein Beitrag zur normalen und pathologischen Anatomie der Gallenwege mit einem vollständigen Verzeichnis der literatur seit Langesbuch 1897 / von A. von Bardeleben. Source: Wellcome Collection.
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![Dil verfiel er auf die Idee, den Körper in sciiräge BeckeiUicflagemiif^, d. 1). in haibsleheiide Ilaltung zu bringen. Der Erfiiig war übeiraschend. Man konnte die liiutendc Stelle erkennen, da das Blut nach unten abfloss und das Operations- feld nicht mehr überschwemmte. (Es war eine grosse Vene, vielleicht die Vena portarum selbst, verletzt; es gelang nun die blutende Stelle rasch abzuklemmen imd nachtraglich zu verechliessen.) Auch die vollständige Freilegung des unteren Abschnittes gelang jetzt viel leichter als früher, überhaupt schien das ganze Operationsfeld viel übersichtlicher als in horizontaler Lage. So ist ein schliesslich günstiger Ausgang der Operation nicht zum wenigsten dadurch ermöglicht worden, dass zum Ende die e.xakte Hlutstillung noch gelang. Beckenticflagerung muss allerdings in geeigneter Weise ausgeführt werden; am meisten wird sich Neigimg der Körperlängsachse im Winkel von 45 bewähren (siehe Berndt und Pollard). Rüts, Otto von. Das primäre Carcinom der Lebergallengängc. Inaug.-Diss. Leipzig 1899. Rümpel, Gallensteinbildung. Aerztl. Verein Hamburg. In Dtsch. med. Wochen- schrift 1897, No. 10. Verf. demonstrierte zwei Lebeipräparate mit ausgedehnter Gallensteinbildung. Rupprecht, Ueber Gallensteinkrankheit und Gallensteinoperationen auf Grund eigener Beobachtungen. Gesellsch. f. Natur- imd Heilkunde in Dresden. In Münch, med. Wochenschr. 1901, No. 37. Russell, Hamilton, Cystic dilatation of ihe bile-duct. In Annais of surgery 1897, Dec. Verf. beschreibt eine cystische Dilatation des Choledochus ohne eigcnilichen Ver- schluss. Deshalb führte er bei einem achtjährigen Knaben Cholcdochostomic aus. Rutherfurd, Parts from a case in which cholecystenterostomy had been per- fortned si.x months previously (fresh specimen). Path. and chir. soc. In Glasgow med. Joum. igoi, Febr. Ryska, Klinischer Beitrag zur Kenntnis der Cholecystitis und Cholangitis typhosa. [n Münch, med. Wochenschr. 189g, No. 23. Mehrere Fälle. Saint-Fuscien, Eugene Helle de, Contribution ä 1'etT.ide du Cancer ])rimitif de la vesicLile biliaire. These de Paris 1897. Besprechung des primären Gallenblasenkrebses mit 47 aus der Literatur gesam- melten Fällen und einer eignen Beobachtung. Salinari, S., La chirargia delle vie biliari. In Bollcttins de scienze med. di Bologna 1903, Fase. 4 u. 11. Vorstehende Arbeit handelt von den primären Infektionen der Gallen\vege, wann einzugreifen sei, imd auf welche Weise. Sanchez, Contribution ä l'etude clinique des calculs du choledoque. De la choledocotomie. These de Paris 1898. Verf. behandelt sehr ausführlich den Choledochusverschluss durch Steine. Er empfiehlt nach Feststellung eines steinigen Verschlusses Incision des Choledochus ohne folgende Naht, jedoch mit Drainage, und gegebenen Falles gleichzeitiger Cholecystostomie. Sandberg,. O., Ein Pali von Cholecystitis calculosa perforativa. In Hygiea 1897, p. 233. [Schwedisch.] Sasse, Ueber den Verschluss des Ductus choledochus durch Echinococcusblasen. In Arch. f. klin. Chir. 1904, 74, 4. Verf. sah zweimal den vollständigen Verschluss des Choledochus mit eitriger Cholangitis und schwerem Ikterus, welche beide durch rechtzeitige Choledochotomie nebst Radikaloperation des Echinococcus glücklich geheilt wurden. Der Durchbruch erfolgt fast symptomlos oder nur luiter geringen Beschwerden. Diagnose daher nur zufällig zu stellen, wenn Blasen im Stuhlgang entdeckt wurden. Nach Echinococcenkoliken wird man die Druckempfindlichkeit <ler Gallenblasengegend gewöhnlich vermissen. Scagliosi, G., Ueber das Carcinoma der grossen Gallengänge. Jn Rif. med. 1904, No. 11. Die häufigste Carcinomform der Gallengänge ist hiernach die aus Cylindcrzcllcn; die weiteren anatomischen Folgen der Gallenstauung werden von der Erweiterung, von der bläschenf()rmigen Verdickung, von den Varikositäten, von den Rupturen der Gallen- kapillaren und von der Bildung von Thromben in ihnen dargestellt. NeubiUhmg von elast'schcn Fa>ern im vermehrten inlerlobulären Bindegewebe sehr reichlich: sie ersiieckt sich nicht auf die Acini, sondern folgt bloss den Bindegewebszügen, die zwischen den](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2151902x_0123.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)