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Credit: Die Augenärtztlichen Operationen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![118 Irisvorfälle und mich Keratitis intcrstitialis. Aber erst seit den \ cr- ö ffen tlichungen von Gay et1) wurde das Verfahren beachtet und verall- gemeinert. Man bediente sich dazu glühend gemachter Sonden, Nadeln und Schielluiken. Sattler2) und Fuchs3) gaben eigene Brenner an, von anderen ward dann der Brenner von Paquelin in Gebrauch gezogen. Legroux4) bediente sich statt des Gltiheisens der galvanischen Glüh- schlinge. Sehr brauchbare Galvanokauteren haben dann v. Wecker5), Sattler6), Nieden7) und Fröhlich8) anfertigen lassen. Zumeist benützt man eine möglichst schmale Schlinge, mit der man punktförmig sengen kann. Sie soll kurz und schnabelförmig gebogen sein. Außerdem kann eine breitere benützt werden, die mehr zum Abtegen ge- braucht wird, nach Art eines scharfen Löffels, wenn man es mit mehr flächenhaften Infiltraten zu tun hat. Als Stromquelle dient ein jedes nicht zu kleine Tauchelement oder ein Akkumulator. Ein Rheostat ist einzuschalten, damit man nicht bei kräftigem Strome die feine Schlinge durchbrenne. Der Rheostat läßt sich dazu mit einer Hand bedienen, so daß man sich, falls man allein operiert, helfen kann. [Am meisten zu empfehlen ist, wenn man nicht elektrischen Straßenstrom und entsprechenden Transformator (Widerstand) zur Ver- fügung hat, ein großes Bunsenelement, eventuell mit drei Kohlen- und zwei versenkbaren Zinkplatten.] [Die Glühschlinge darf nur dann bis in Weißglut gebracht werden, wenn man ohne besondere Beeinträchtigung der Umgebung einzelne Stellen der Kornea vollständig zerstören will; in diesem Falle ist dieselbe zuerst in Weißglut zu versetzen und damit zu sengen. Soll dagegen eine ausgebreitetere Narbenbildung erzielt werden, also noch die Nachbarschaft der gebrannten Stelle beeinflußt (zur Proliferation resp. Regeneration an- geregt) werden, wie es bei der Kauterisation zum Zwecke von Abflachung ektatischer Stellen der Hornhaut wünschenswert ist, so soll die Glüh- 4) Gayet, Cauterisation ignde de la cornee. Gaz. des liöp., 1877, Nr. 11. 2) Sattler, Behandlung der Keratitis. Ber. der Heidelberger ophthalm. Gesellschaft, 1879, S. 140. 3) Fachs, The nse of the actual cautery in ulceration of the cornea. Brit. med. Journ., 1880, II, pag. 780 und Ann. d’oe., T. 84, pag. 242. (48. Kongr. d. Assoc. med. Britannique, 1880, Section d’ophth.) — Derselbe, Die Anwendung des Glüheisens bei Hornhautleiden. Wiener med. Wochenschr., 1884, Nr. 22. 4) Legroux, Du traitement de 3a phlyctene conjonctivale et keratique par la cauterisation galvanique. Ann. d’ocul., 1879, T. 81, pag. 181. 5) AVecker et Masseion, Emploi de la galvanocaustique (galvanopuncture) en chir. ocul. Annal. d’ocul., 1882, T. 87, pag. 89. °) Sattler, Über die Anwendung der Antiseptika in der Ophthalmologie, besonders des Sublimats und über Kauterisation der Kornea. XV. Vers. d. ophthalm. Ges. zu Heidel- berg, 1883, S. 107. 7) Nieden, Modifikation des Sattlerschen Schlüssels. XV. Vers. d. ophthalm. Ges. zu Heidelberg, 1884, S. 125. 8) Fröhlich, Über Galvanokaustik. Arcb. f. Augenheilk., 188(5, XV, 1, S. 17. Czermak, Die augenärztlichen Operationen. 2. Aufl. II. q](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21649637_0_0127.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)