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Credit: Die Augenärtztlichen Operationen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![ein gutes Aussehen zu geben ]); oder sie dient dazu, eine durchscheinende, durch Lichtzerstreuung das Sehvermögen schädigende Trübung undurch- sichtig zu machen und dadurch das Sehvermögen zu bessern. Je nach den vor- handenen Verhältnissen ist daneben noch eine optische Pupillenbildung nötig. Es wurde der Tätowierung endlich von Volkers* 2) noch die Wirkung zugeschrieben, daß sie bei gefäßreichen, zu Entzündungen neigenden Narben zu einer Festigung und Verarmung der Narbe an Gefäßen führe und so die Narbe widerstandsfähiger und weniger geneigt zu Entzündungsrückfällen mache. Die anatomische Untersuchung tätowierter Leukome3) und zum Zwecke des Studiums der Einheilungsvorgänge und der Brauchbarkeit verschiedener Farben tätowierter gesunder und leukomatöser Tierhornhäute4) hat ziem- lich übereinstimmend ergeben, daß sich die Farbstoffteilchen spärlich in den untersten Zellen des Epithels, stets aber massenhaft in den vorderen Schichten des durchsichtigen oder bindegewebig entarteten Gewebes der Hornhaut finden (bei den dünnen Tierhauthäuten auch in der ganzen Dicke, beim Menschen bloß in der vorderen Hälfte, am dichtesten immer in der Schichte unmittelbar unterm Epithel). Sie liegen dort teils frei in den Ge- websspalten in Gestalt von größeren Ballen und Schollen, die dünne Aus- läufer in die Nachbarschaft aussenden, teils in den Hornhautkörperchen oder in den fixen Bindegewebszellen und lymphoiden Zellen eingeschlossen. Auch in den Wänden und Endothelien von Gefäßen trifft man sie. In solchen Gefäßen wurden auch pigmenthältige Thromben gefunden. Bei frisch tätowierten Hornhäuten lagen sie natürlich am dichtesten in den Stichkanälen. Zur Grau- und Schwarzfärbung wird die echte chinesische Tusche, die aus Lampenruß hergestellt ist, benutzt. Es sind auch Versuche mit gelben, braunen, grünen und blauen Farbstoffen angestellt worden.5) Doch v) Hirschberg sagt sehr richtig (Eine kosmetische Operation, Zentralbl. f. prakt. Augenheilk., 1887, S. 72): „Kosmetische Operationen sind nicht so unwichtig, als vielfach angenommen wird. Bei unseren Erwerbsverhältnissen ist es für diejenigen, die einäugig und sehr entstellt aussehen, oft recht schwierig, einen Dienst zu bekommen, mehr noch für weibliche als für männliche Personen; oder auch nur in einer Fabrik oder in einem Ge- schäfte Anstellung zu linden. Und wenngleich die Sehkraft spendenden Operationen die erste Stelle einnehmen, so Avollen wir diejenigen doch nicht vernachlässigen, welche den schönen Schein dem Menschenantlitz zu gewähren imstande sind.“ 2) Holm, Über die therapeutische Bedeutung des Tätowierens der Hornhaut. Inaug.- Dissert., Kiel 1876. 3) Browicz, Ein Fall tätowierter menschlicher Hornhaut. Arch. f. Ophthalm., XXIII, 3, S. 212. — Alt, On the microscopical changes found in a tattooed cornea, with 2 illustr. Am. Journ. of ophthalm., 1884, I, pag. 8. — Hirschberg, Anatomische und praktische Be- merkungen zur Hornhautfärbung. Arch. f. Ophthalm., 1882, XXVIII, 1, S. 269 ff. — [Ge- droitz-Juraga, Über Tätowierung der Horn- und Bindehaut. Inaug.-Dissert., Petersburg 1897 (lief. Jahresber. f. Ophthalm., 1898, S. 467).] ') Holm, a. a. 0. — Archer, Versuche über Tätowierung der Hornhaut. Arch. f. Ophthalm., XX, 1, S. 225—231. — Poncet, Examen histologique de cornees tatouees ä l’encre ,de Chine. Gaz. des liöp., 1876. 5) Woinow, Über Tätowierung der Kornea. Sitzungsber. d. Ges. russ. Arzte in Moskau, 1872, Nr. 13. (Zinnober und Berlinerblau.) — Taylor, On the modern art of tinting](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21649637_0_0136.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)