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Credit: Die Augenärtztlichen Operationen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![2. Festhalten des Augapfels. Zum Festhalten des Augapfels bedient man sich heutigen Tages wohl allgemein der Faßpinzetten. Für gewöhnlich solcher, die mehrere Zähnchen an jedem Armende tragen (Blömers Pinzette); doch tut es jede gewöhn- liche chirurgische Faßpinzette auch. Die Zähnchen sollen jedoch nicht scharf sein, weil sie sonst die so zarte Augapfelbindehaut zerreißen. [Ich halte die in Fig. 68, S. 32,1. Bd. abgebildete Fixationspinzette, welche an einem Arm einen, am anderen zwei unter einem Winkel von 45° angesetzte Zähne besitzt, für besonders empfehlenswert. Werden die Zähne in einem Abstand von etwa 2 mm vonein- ander auf die Bindehaut nahe dem Hornhautrande aufgesetzt, die Pinzette zuerst ange- drückt und dann erst geschlossen, so faßt dieselbe nicht nur die zerreißliche Bindehaut, sondern auch die Episklera und fixiert daher den Augapfel absolut sicher.] In den meisten Fällen setzt man die Pinzette dicht am Hornhaut- rande an, weil dort die Bindehaut nicht so sehr beweglich ist. Reißt einem die Bindehaut aus, dann kann man auch die Sehne eines geraden Augenmuskels durch die Bindehaut hindurch fassen, was aber doch etwas schmerzhaft ist und, wenn das Auge nach oben flieht, nicht so gut das Herabziehen ermöglicht. In der Regel wird das Auge am unteren Ende des lotrechten Horn- hautmeridians gefaßt. Davon ist natürlich abzugehen, wenn der Schnitt unten angelegt werden soll oder wenn der Operateur nicht vor dem Kranken, sondern hinter seinem Kopfe oder zu seiner Seite steht, oder wenn dem Augapfel eine Drehung nach einer Seite verliehen werden soll. [Im allgemeinen soll die Pinzette dem Einstichpunkte des schneiden- den Instrumentes diametral gegenüber angesetzt werden.] Die Pinzette muß so gehandhabt werden, daß sie weder einen Druck, noch einen Zug auf den Augapfel nach vorn ausübt. Sie soll den Augapfel in der Stellung, die er auf die Aufforderung des Operateurs einnimmt, bloß festhalten. Nur wenn der Kranke die Stellung nicht selbst einschlägt, muß das Auge mit der Pinzette dahin- gerollt werden. Faßpinzetten mit Sperrvorrichtung sind ganz unnötig, ja können unter Umständen gefährlich werden, wenn die Sperrvorrichtung in einem ent- scheidenden Augenblicke, wo man schnell auslassen soll, versagt. Unter Umständen kann es vorteilhaft erscheinen, um jede Bewegung des Augapfels unmöglich zu machen, ihn mit zwei Pinzetten durch einen Gehilfen halten zu lassen. Sie werden an beiden Enden desselben Horn- hautmeridians, z. B. des wagrechten, am Hornhautrande angesetzt. Man tut das z. B. bei der Trepanation der Hornhaut. Wenn es wünschenswert ist, keine auch noch so kleine Wunde in der Bindehaut zu machen, dann bedient man sich solcher Faßpinzetten, die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21649637_0_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)