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Credit: Die Augenärtztlichen Operationen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Schon im Jahre 1827 wurde zuerst von Zeusner1) vorgeschlagen, jeden Verband nach solchen Operationen wegzulassen. Aus dem Jahre 1859 liegt eine einschlägige Abhandlung von Schönhey der2) über Versuche vor, die ein gutes Resultat ergaben, während anderen Versuchen (Sneilen, Chisolm u. a.x) keine besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Im Jahre 1893 hat Czermak mit der alten Verbandmethode gebrochen, im Jahre 1894 zuerst über seine Beobachtungen berichtet3) und 1896 in seiner „Operationslehre“ ausführlich seine Erfahrungen niedergelegt, welche er an über 2500 operierten Augen gesammelt hatte.4) Erst im Mai 1897 hat Hjort5) über 141 Fälle berichtet, angefangen vom 21. Oktober 1895, in denen er aus ungefähr gleichen Gründen wie Czermak die offene Wund- behandlung durchgeführt hatte, und im Februar 1898 veröffentlichte er an gleicher Stelle die Statistik über das erste Hundert Staroperationen mit offener Wundbehandlung. Nun mehrten sich rasch die Mitteilungen über Erfahrungen und Versuche mit der neuen Art der Wundbehandlung und 1900 konnte Sattler bereits über eine größere Statistik, über ausgezeich- nete Resultate am Ophthalmologenkongreß in Heidelberg berichten. Im Vordergründe der Diskussion stand nun die Frage, ob die Augen nach der Operation völlig frei gegeben werden sollen, wie dies Hjort u. a.6) durchgeführt, oder durch einen die Lider nicht berührenden Schutz, am Augen- höhlenrande angeklebte Gazestreifen oder Seidenpapiere („Hohlverband“ Wo 1 ffberg; Wicherkiewicz; de Wecker), Zelluloidmuscheln (Fröh- lich), Aluminiummuscheln, das Fuchssche Schutzgitter ohne Überzug (Sattler, Hess) oder mit Flanell bedeckt (Czermak, Praun) vor Be- rührung mit den Händen, vor Luft- und Lichtzutritt bewahrt werden sollen. Mit Recht hat Czermak dagegen Verwahrung eingelegt, daß die erstge- nannten Verfahren „offene Wundbehandlung“ genannt werden, und für sie die Bezeichnung „Wundbehandlung ohne Lidverband“ oder „Wundbehand- lung ohne auf den Lidern liegenden Verband“ angegeben. Czermaks Verfahren ist dieser Art zuzurechnen. Die Diskussion ist noch nicht abge- schlossen, jedenfalls hat sie aber schon große Verbesserungen, fast durch- aus Erleichterungen des alten Verbandregimes gezeitigt. 9 Nacb Hess, Pathologie und Therapie des Linseusystems. Graefe-Saemisch, Handb. d. ges. Augenheilk., II. Auii., S. 237. 2) S. Lundsgaard, Klin. Monatsbl. f. Augenheilk., XLV. Jahrg., 1907, II, S. 258. 3) Czermak, Wissenschaft!. Ärztegesellsch. in Innsbruck, Ref. Wiener kliu. Wochen- schrift, 1894, Nr. 27. 4) [Ich führe dies im Interesse historischer Treue deshalb so ausführlich an, weil allgemein die Bedeutung Czermaks in dieser Frage unterschätzt oder sogar völlig ver- schwiegen wird. So nennt Hess in seinem Werke über die Linsenerkrankungen (a. a. 0.) Czermak überhaupt nicht!] 5) Hjort, Offene Wundbehandlung bei Augenoperationen. Zentralbl. f. praktische Augenheilk., 1897, Mai-Heft. °) Kolstad (Nordische Ophthalmologenversammlung, Ret. Klin. Monatsbl. f. Augen- heilkunde, II, S. 281) bindet die Hände der Kranken am Bette an!](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21649637_0_0070.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)