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Credit: Die Augenärtztlichen Operationen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Was für die offene Wundbehandlung spricht, ist in überzeugender Weise in der I. Auflage dieser Operationslehre von Czermak selbst zu- sammengestellt worden und soll daher in extenso wieder abgedruckt werden. E.] Nach Staroperationen, Iridektomien u. dgl. verwende ich nur unter ganz bestimmten Anzeigen einen auf den Lidern liegenden oder gar drückenden Verband und begnüge mich unter normalen Verhältnissen da- mit, nur das Schutzgitter von Fuchs anzulegen. Dazu benutze ich ein doppeltes Gitter, das also beide Augen bedeckt, und lasse es an der vor- deren Seite mit schwarzem, dickem Flanell überziehen, so daß die Augen des Kranken im Dunklen sind. Der Grund hierfür ist folgender: Überall, wo die Gefahr einer Wundsprengung besteht, ist der Druck- verband zu vermeiden. Er hat zwar bei geschlossenem Augapfel zweifellos die Wirkung, nach längerem Liegen den Binnendruck herabzusetzen. Das wäre ja auch bei der Wundheilung recht erwünscht. Allein er veranlaßt anfänglich über- haupt eine Druckerhöhung und weiterhin vorübergehende Drucksteigerungen durch Kneifen mit den Lidern, das durch die Ansammlung der Tränen und das hierdurch entstehende drückende oder stechende Gefühl ausge- löst wird. Schon v. Arlt gibt an1), daß Unruhe und Schmerzen in manchen Fällen nach Abnahme des Verbandes durch das Abfließen der Tränen ver- schwindet. Und auch v. Graefe2), der so sehr für den Druckverband eintrat, war genötigt, in Fällen, wo stärkeres Tränen bestand, alle 2 bis 3 Stunden den Verband zu lüften und die Lider mit kühlen Kompressen zu erfrischen. Das sind aber etwas gefährliche Handhabungen, wenn bei allfälliger Wund- sprengung Irisvorfall droht. Ist ein Druckverband stärker angezogen, dann wird er nie auf die Dauer vertragen und gibt durch das Gefühl von schmerzhaftem Druck An- laß zum Kneifen mit den Lidern. Aber auch ein bloßer Schlußverband hemmt den Abfluß der Tränen und führt so zur Stauung dieser im Bindehautsacke. Eine vermehrte Ab- sonderung besteht ja in den ersten Stunden unter dem Einfluß des Wund- reizes immer. Schon seinerzeit, als ich noch Assistent an der Wiener Klinik war, machte Fuchs die Erfahrung, daß bei Rollbindenverbänden die Zahl der *) v. Arlt, Operationslehre, S. 281. 2) v. Graefe, Über den Druckverband. Arch. f. Ophthalm., IX, 2, S. 111.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21649637_0_0071.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)