Geschichte des Schienenverbandes von dem Alterthum an bis zu unserem Jahrhundert / [H Bose].
- Bose, H.
- Date:
- 1882
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Credit: Geschichte des Schienenverbandes von dem Alterthum an bis zu unserem Jahrhundert / [H Bose]. Source: Wellcome Collection.
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![Prtaster bp.stelit aus Mehl, Eiweiss iiud oepu]verteili Ziegelstein und soll auf starke Ijeimvaiid o-estrielieii in «-(‘hörio-er Läup;e den verletzten Ahselinitt des (Gliedes rino-s umfassen. ■— Aussen auf diesen Pflasterverband wird der übriti,’e Verband anp^ebraeht; bei der Beschreibung desselben hat Pfolsprundt zunächst die ünterschenkelbrüehe iin Auge, Dieser übrige Verband kann in verschiedner Weise hergestellt werden, z. B. aus einem Stück Filz. Man schneidet dasselbe so zurecht, dass es, von hinten her um das Bein geschlagen, vorne etwa zwei Finger breit klafft, durch- löchert es mit einem Haueisen, wie solche von den Schustern gebraucht werden, an vielen Stellen, damit die Ausdünstung durch diese Oetfnungeii nach aussen treten kann, und näht alsdann einen rjcinw^andüberzug darüber. Der Ijeimvand- überzug soll an den vorderen Rändern mehrere Finger breit überragen und hier mit Schnürlöchern versehen sein. Tn einen solchen Filz schnürt man das mit den Pflastern umgebene Bein ein und hat dann einen weiteren Verband nicht iiöthig. Grösserer Sicherheit halber können aber auch aussen auf den Filz noch vier bis fünf Schienen aufgelegt werden. — Anstatt des Filzes kann man zweitens Papier gebrauchen und daraus deu Verband hersteilen. Man nimmt dasselbe in vier bis achtfacher Talge, näht es mit einem Faden aufeinandei-, schneidet es ähnlich zurecht wie den Filz, dui'ch- löchert es auch ebenso und bindet es um das gebrochene Glied. Aussen auf das TMpier müssen aber immer vier bis fünf Schienen aufgebunden werden. Wenn man endlich weder Filz noch Thipier zur TTand hat, so wickelt mau aussen um das T^flaster ein wollenes Tuch und legt auf dies die Schienen auf('‘^’j. Die Beschaffenheit der Schienen ist nicht weiter bes(“hrieben. Der erste Verband soll fünf bis sieben Tage liegen bleiben. —■ Nicht allein durch die eben geschilderte Vi'rbandweise weicht Pfolsjuundt in manchei' Beziehung von dem hei'kömmlichen Gebrauche ab, souderu ebenso durch einen andern Rath, welchen er ertheilt. Fr sagt, wenn man den Bein- bruchverband hoch oben, also z. B. üb(*i“ dem Knie aiüeg’en muss und den (■'*'“) P'beiida luvg'. 1()‘2.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24859308_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


