Geschichte des Schienenverbandes von dem Alterthum an bis zu unserem Jahrhundert / [H Bose].
- Bose, H.
- Date:
- 1882
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Credit: Geschichte des Schienenverbandes von dem Alterthum an bis zu unserem Jahrhundert / [H Bose]. Source: Wellcome Collection.
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![Pflaster Yerbaml durch Stroliladen, und J. von ]\turalt in Zürich beschreibt (®’) die 8troldad('ii ^an/. in der olcichen W('ise wie di(> oben anoetührtcn französischen Autoren. — Im J all )• lui n d e r t waren die Stroldaden nicht allein in Frankreich, süiKh'rn auch in Deutschland überall verbreitet. Zum i-aschen Pekanntwerden derselben tru^' namentlich bei, dass sic von den beidmi Chirurgen, 'welche in der ersten lliilfte jenes Jahrhunderts in Frankreich und in Deutschland in grösstem Ansehen standen, von J. L. Petit und L. Heister angewandt und empfohlen wurden. Die Strohstäbe, welche Petit gebrauchte, enthielten keine Stiicke, sie bestanden nur aus einem Ibiiidel langen Strohes, welches die Dicke von mehreren Fingern hatte und fest mit nindfaden umwiidcelt war. Sie hatten dieselbe Uinge, wie die von den früheren Autoren beschric'benen, wurden auch ebenso, in ein Strohhidentuch eingewickelt, an das Hein angelegt und mit ein- zelnen Pandschleifen festgebundmi. Damit tlii'se Handschleifen vorne am Ober- schenkel und namentlich an der crista tibiae nicht drücken sollten, legte Pi'tit, bevor er die Bänder umschlang, an dieser Stelle (h'r fjänge mich eine dicke Compresse auf. Wenn es sich um einen Oberschenkcdbruch handelte, wuirde das obere Ende des bis zur crista ossis ilei in di('Ibfln! i‘eich(uiden äusseren Stroh- stabes dadurch an das Becken besonders lu'festigt, dass man über dasselbe weg eine dreidoppelt gefaltete Serviette als (iürtel um den Ijcib herum l(\gtc.f''^) Auch falsche Strohladen gebranchte Petit. Es w^aren mit Leinwand dick umwickelte Strohstäbe; die beiden, welche man zum Verbände nöthig hatte, wurden aber nicht wu’e die 'waihren Strohladen in ein gemeinsames Strohhiden- fuch eingcwickelt, sondern blieben von einander getrennt. Jeder Stab hatte vier Bänder. Die Bänder desjenigen Stabes, welcher an der inneren Seite des Beines lag und der inneren Avahren Strohlade als IJntcrlage dienen sollte, wurden znnäclist hinter dem Bein weg und dann an der äusseren Seite des- L. c. 0'^) pas>'. 8.5. 86. O’**) Jean Louis Letit. Traite des nialadies des os. Paris. 1725. Tome II. Pan. 14. p'P Ebenda. Pap. 12.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24859308_0041.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


