Beiträge zur kenntniss der füllung und entleerung des herzens / von L. Krehl ... Mit sieben tafeln. (Aus dem Physiologischen institute zu Leipzig.).
- Ludolf von Krehl
- Date:
- 1891
Licence: Public Domain Mark
Credit: Beiträge zur kenntniss der füllung und entleerung des herzens / von L. Krehl ... Mit sieben tafeln. (Aus dem Physiologischen institute zu Leipzig.). Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University Libraries/Information Services, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University.
25/70 page 357
![19] Ft'i.i.uNd i!Ni) Entleekunü DES Heuzens. 3;i7 weiteren Verlauf der Diastole Hlul in liie Kammern einströmt, dass bei lungeren Pausen viell'aeli entsprechend grössere Füllungen ein- treten , sieht man stets bei geöll'neter Brusthöhle. Die geringen Druckkriifte des einströmenden Blutes werden natürlich um so wir- kungsvoller sein, je kleiner die Widerstände sind, welche die Horz- wandungen der Füllung entgegensetzen. Diese Widerstände des lebenden Herzmuskels selbst sind, wie Hesse gezeigt hat, anfangs geringe und wachsen mit der Spannung der Wand. Ausserdem sind Vorrichtungen vorhanden, welche dem eindringenden Blute die Erweiterung und Entfallung der Heiv.höhlen besonders erleichtern. Dazu gehört ein- mal die durch die Spaltung der Innern Längsschichten in beiden Kammern hervorgerufene beträchtliche Vergrösserung der Oberfläche — der Druck des eindringenden Blutes erhält eine wesentlich grössere Angriffsfläche als wenn die Innenscliicht glatt wäre — und dann die durch dieselbe anatomische Einrichtung hervorgerufene Verdünnung der Wand. Dies gilt für beide Kammern. Am Menschen ist die Zerklüftung der Innenschichten in noch viel stärkerem Maasse vorhanden als am Hunde. Tafel 111 Fig. 7 u. 8 zeigen zwei menschliche Herzen von etwa gleicher Grösse in Systole und Diastole in gleicher Entfernung von der Spitze quer geschnittefi. Man sieht dabei, dass die Spaltung der Wand am rechten Ventrikel noch viel weiter ent- wickelt ist als am linken. Beiderseits ist die Scheidewand fast glatt. Die ungeheuer dünne Aussenwand der rechten Kamuier mit ihren vielen Ausbuchtungen muss dem Blutstrom ganz besonders geringe Widerstände wegen ihrer leichten Dehnbarkeit entgegensetzen. Das ist von grösster Wichtigkeit. Denn der Druck des in den grossen Hohlvenen strömenden Bluts ist unter Umständen, z. B. wenn Muskel- bewegungen nicht die Blutbewegung befördern, äusserst gering. Wegen der dünnen Aussenwand liegt an der rechten Kammer sogar die Ge- fahr der Überfüllung vor; diese ist keine geringe, denn klinische und experimentelle Eifahrungen zeigen, dass mit Blutmengen, welche eine bestimmte Grösse überschreiten, die Kammern häulig nicht fertig werden d. h. sie nicht vollständig auswerfen können; beson- ders gilt dies für den rechten Ventrikel. Nun, gerade dieser hat aber Einrichtungen, die ihn vor Liberfüllung schützen: die zahl- reichen Muskelbalken, welche (luer durch die Kammerhöhlc durch- gehen, weiden. s()l)ald sie sich bei wach.-^endor Fiilhmg siianncn,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21215819_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image