Beitrag zur Statistik und Kasuistik metastatischer Tumoren, besonders der Carcinommetastasen im Zentralnervensystem : auf Grund von 12730 Sektionen der pathologisch-anatomischen Anstalt Basel ... / vorgelegt von Karl Krasting.
- Krasting, Karl.
- Date:
- 1906
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Credit: Beitrag zur Statistik und Kasuistik metastatischer Tumoren, besonders der Carcinommetastasen im Zentralnervensystem : auf Grund von 12730 Sektionen der pathologisch-anatomischen Anstalt Basel ... / vorgelegt von Karl Krasting. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Was das Alter betritft, so scheinen die jüngeren Jahrgänge zu Meta¬ stasen ins Zentralnervensystem mehr disponiert zu sein. Namentlich die Zeit der höchsten geistigen Blüte, das Alter zwischen 20—50 Jahren, weist das Maximum auf, während dies für die Sarkome überhaupt ein Dezennium später ist. Nach dem Geschlecht verteilen sich die 14 P'älle: M. W. 64,28 pCt. 35,72 pCt. Sämtliche 160 Sarkomfälle . . 43,12 56 88 Mit Ausscheidung der jedem Geschlecht spezifischen Sarkome (Prostata, Hoden, Uterus usw.): M. W. Fälle mit Metastasen .... 58,33 pCt. 41,66 pCt. Sämtliche 160 Sarkomfälle . . 48,09 51 91 I ^ Damit ist für das männliche Geschlecht bewiesen, dass es das weib¬ liche an Neigung zu Metastasenbildung ins Zentralnervensystem erheblich übertrifft. I 4. Die Carcinome und ihre Metastasen ins Zentralnervensystem. I ^ Die^ häufigsten metastatischen Tumoren im Zentralnervensystem sind die Carcinome; relativ metastasieren sie allerdings nicht so häufig wie die iSarkome. Unter 817 Carcinomfällen, bei denen die Gehirnsektion ausge- Ifuhrt worden war, finden wir 39 mal Metastasen ins Schädelinnere, also in 4,77 pCt. Auch hier lässt sich das Gleiche anführen wie bei den Sar¬ komen Der Prozentsatz ist entschieden zu niedrig. Die Fälle in der Lite¬ ratur sind gar nicht so selten, wo zufällig bei mikroskopischer Untersuchng 3ine Carcinommetastase gefunden wurde, die vorher nur als einfacher Er- veichunpherd, als apoplektische Cyste, als Pachymeningitis haemorrhagica Interna imponiert hatte. Beim Durchsehen der Sektionsprotokolle für diese ^.rbeit fiel es mir auf, wie oft bei Carcinomen Erweichungsherde im Ge- drn bei relativ jungen Individuen erwähnt werden, ohne dass ein beson- lerer Grund dafür gefunden wurde. Auch traf ich häufig die Diagnose 'achymeningitis haemorrhagica circumscripta. Wenn auch gewiss nicht Jle diese Fälle auf Metastasierung von Geschwulstzellen, auf embolischen ^erschluss von Gefässen oder Degenerationsvorgänge und Blutungen in umorknoten zurückzuführen sind, so ist dies doch bei einem Teil der Fall. (Namentlich Siefert [74, 75], Sänger [69], Busse [13], Lilienfeld und ■ ■enda [4o], Westenhoeffer [85] haben darauf hingewiesen.) In folgendem gebe ich eine Tabelle wieder, in denen ich diejenigen ( rgancarcinome, bei denen beim Material der Baseler pathologisch- Jaatomischen Anstalt Metastasen ins Zentralnervensystem gefunden Wurden, aufführe.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30609306_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)