Über eine neue mit Cyclopie verknüpfte Missbildung des Centralnervensystems : Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde ... / vorgelegt von Otto Naegeli.
- Otto Nägeli
- Date:
- 1897
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Credit: Über eine neue mit Cyclopie verknüpfte Missbildung des Centralnervensystems : Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde ... / vorgelegt von Otto Naegeli. Source: Wellcome Collection.
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![den sogenanuteii sensiblen Endkern (Fig. 17 s.V.K] nebst den zuge- liörigen Wurzeln; letztere vereinigen sieb zur gemeinsamen V. Wurzel [V Fig. 17 und 18). Auch die absteigende Trigeminus-Wurzel (Fig. 17—20 V.desc) mit ihren großen, bläschenförmigen Ganglien- zellen, die vereinzelt oder in kleinen Gruppen liegen, ist ungemein deutlich zu erkennen und zwischen diesen kleinen Ganglienzellen- hanfen bis in die Vierbügelgegend zu verfolgen. Was die Meynert- sclien Qnintusstränge anbetritft, so ließen sich dieselben nicht mit der wünscheuswerthen Genauigkeit eruiren; möglicherweise sind sie in dem mit BA (Fig. 17), Biudearm, bezeichneten Faserzng theilweise mitenthalten. Nicht weniger klar als die Ursprungsverhältuisse des Trige- minus sind die des Trochlearis und Ociilomotorins; Kerne und Wurzeln sind in ganz charakteristischer Weise gebaut. Die Ganglien- zellen sind durchweg gut entwickelt und ziemlich typisch gruppirt (Fig. 19—21 IV.K lind N.III, III, W.E.III). Man kann auch den centralen Kern und die WESTPHAL-EüiNGER’sche Zellengruppe be- stimmen; nicht völlig sicher gelang dagegen der Nachweis von ge- kreuzt abgehenden Wurzeln. Sämmtliche Wurzeln sind markhaltig. Das hintere Längsbündel {II.L Fig. 13—15; 19—21) legt sich dem IV. und III. Kern ventral an und ist reich an markhaltigen Fasern. Die untere Olive ist in ihren caiidalen Abschnitten gut, in den capitalen Partien weniger deutlich aiisgebildet (Fig. 13—15 0). Eine große Zahl von Nebenoliven, ja man kann sagen von eigentlichen Heterotopien von Olivensiibstanz sind unschwer zu erkennen. Die der Olive entstammenden und für das gegenüber- liegende Corpus restiforme bestimmten Bogenfasern lassen sich deutlich erkennen; sie gehen indessen statt zu ihrem eigent- lichen Ziele (gekreuztes Corpus restiforme), allem Anschein nach in Gesellschaft anderer Bogeubüudel, znm großen Th eil in die der Oblongata anliegende Kückenmarkshälfte, und zwar durch die vordere Kommissur derselben (Fig. 11—15 arc). Möglicher- weise wird ein Bestandtheil dieses ganzen in das Rückenmark über- gehenden bogenförmigeii Zuges auch gebildet vom spinalen Autheil des Brückenarmes. Sämmtliche Bogenbündel, die aus der Olive hervorgeheu, sind markhaltig and bleilien es bis zu ihrer Auflösung im Vorder- born der anliegenden Kückeumarksbälfte. Die Fasern sind hier also ausgewachsen im Sinne des geringsten Widerstandes und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22468973_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)