Die handschriftliche Überlieferung des Galenschen Commentars zum Prorrheticum des Hippokrates.
- Hermann Diels
- Date:
- 1912
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Credit: Die handschriftliche Überlieferung des Galenschen Commentars zum Prorrheticum des Hippokrates. Source: Wellcome Collection.
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![schen Arrantwn (ohne Akzent) und #Yrön noch Toı durchschimmert. Leider kann man aus Photographien nicht immer sicher über Rasuren urteilen, aber die Vermutung, daß T nach andern Exemplaren durchkorrigiert ist, wird (ganz abgesehen von dem Plus der beiden Lückenfüllungen, die auf x zurück- gehen müssen), durch einige Randbemerkungen bestätigt, wie sie sich z. B. 601,8 und 670,15 finden: 601,4 EAn TE rÄP ÖniroNn TAP@TA Kae’ ÖnoY TOP CWMATOC FITNÖMENON YTTÖ To? TÄC EoIAPWceWc ÖNÖMATOC AHAOFCEAI NOHCWMEN, OYK ÄTABON TO CHMEION (EXPAN FÄP FIT AYTOP, KÄN EI MH TO TÄC »Öc®Yoc ÄNTHMA«, TO TE »ÄCWAEC KATMA« AYOANAI), EAN TE TIEPIE OWPAKA KAl KEBAAHN TAPÜTAC TITNOMENOYC, EMÄBOMEN ÖTI AlA TIANTÖC oYToı moxeHPpoi Kta. Kin Leser dieses Satzes, der ihn erläutern oder ver- bessern wollte, merkte am Rande an ToYc ro®n mer) TAN öceyn (es fehlt das übrige). In der Vorlage nun, die T kopierte, stand diese Notiz mit der Überschrift Trreamma [lies nreamma] vermutlich am Rande, aber T kopierte trotz der von ihm übernommenen Überschrift marArrımma den Zusatz mitten im Text nach Avefna. Noch lehrreicher ist das folgende Beispiel: 670, 14 T6 Te TrAeocC Ertieepei Kal TON KINAYNON, €c Ö TI A& AIAKEI, AIA TON ETTIBAINOMENWN CYMTITWMAT@N Eich. So überliefert die erste Klasse a (R). Die zweite b dagegen statt aıfkeı sinnlos aıaAckeı. Anderseits hat T in den Text statt der ihm sinnlos erscheinenden Worte &c dTı a& aıakckeı schlankweg ToPTo A& n?n gesetzt. Allein am Rande steht (ich gebe das schwer lesbare Scholion mit genauer Beobachtung der Zeilen): fr’ oYTwce Ec STı ad Aland TO A& AIAÄCKEIN OYK OIMAI AEIN TPÄBECBAI. ANA ANTI To?To Ä ArockHyei A N seh H Anno TI TOIOYTON. Es ist klar, daß der Schreiber von T nichts davon verstanden hat. Denn (abgesehen von ÄnTı Toyro statt Anti ToYToy) schreibt er das mAPArpammA so, als ob oYtwc zur lectio emendata und nicht vielmehr zu rr(Aseraı) ge- höre. Der Schreiber der Vorlage also, der die Sinnlosigkeit dieser Tra- dition durchschaut hatte, bemühte sich, durch eine Emendation von aıaAckeı Schick in die Überlieferung zu bringen. Seine Vorlage gibt demnach, man mag über den Ursprung seiner kühnen Emendationsversuche im Text und Phil.-hist. Klasse. 1912. Abh. 1. 2](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28992416_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


