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Credit: Lehrbuch der Physiologie des Menschen / von C. Ludwig. Source: Wellcome Collection.
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![Messung gewinnt den Worth des electrotonischcn Zuwachses auf direkterem Weg [ indem sio den Ort des abgeloiteten Nervenstiicks unverandert lasst, dagegen den er-| rogenden Strom dem auf den Bauschcn liegenden Nervcn bald nahert und bald vonl ihra entfernt. In diescm Fall wird begreiflich die vom Kervenstrom hcrruhrcndel Ycrandcrlichkeit beseitigt. Auch diese Messung bestatigt die ini Text gegebenc Curve) des Zuwachscs. c) Die Abhangigkeit des electrotonischen Zustandes von den Dicbtigkeit und Starke des erregenden Stromes gestaltet sicb soJ dass urspriinglich mit dem Steigen des erregenden Stromes aucbj der electrotoniscbe Zustand wachst, bald aber ein Maximum ew reicht, ilber das binaus beim weiteren Steigen des erregendea Stromes die Starke des electrotonischen Zustandes nicht gesteigern wird. d) Die Starke des electrotonischen Zustandes wachst mit der Lange des Nervenstiickes, welches in den erregenden Rreis eingeJ schoben wird. Die Eigenschaft des electrotonischen Zustandes, seine Wirkungen auf anliegende] Theilo durch ein unterbundencs Ncrvenstiick nicht wetter zu verbreiten, gibt did MSglichkcit an die Hand, auch die unter d angefuhrte Thatsache direkt zu crweisenJ Wollto man namlich die Starke des Zuwachscs an ciner bestimmten Stelle des Nerved priifen, wiihrend man dio Lange des in den erregenden Krcis eingeschobenen Stuckea bald kiirzer bald langcr wahltc, so wurde man damit zugleich die Stromstarke in dem] erregenden Krcise iindern, indem man namlich hicrdurch den Widerstand steigerte unol schwachte. Urn diese Fchler zu vcrmeiden, lasst du Bo is die Lange des Nerven-I stiickes zwischen den Polen der Saulo unverandert, unterbindet aber, nachdem en vorher die Stiirke des Zuwachscs fcstgestellt hat, den Nerven in der Mitte zwischen beiden Polen, wodurch die Halfte des erregten Nervenstiicks seine Wirksamkcit fui die Vermehrung des electrotonischen Zustandes im abgeleiteten Norvenstiick verliert. I e) Die Starke des electrotonischen Zuwachses ist vom Winkej abhangig, welchen der erregende Strom mit der Langenachscj des Nerven bildet; wird der erregende Strom unter einem rechteq Winkel zur Langenachse des Nerven durchgeleitet, so tritt gar keit( electrotonischer Zustand ein, wabrend dieser letztere, alles Anderej gleichgesetzt, im Maximum erscheint, wenn die Stromrichtung in die Langenachse des Nerven fallt. Du Bois hat sich, wie aber auch ohne Bemerkung vorausgesetzt werden diirftei uberzeugt, dass die bei dem zuerst erwahnten Versuch immer nur geringe Lange dea einschiebbaren Nervenstiickes nicht den Grund fur das Ausbleiben des electrotonischen Zustandes abgibt. f) Die Grosse der vorhandenen physiologischen Leistungsfahigj keit des Nerven bestimmt endlich die Starke des electrotoniscbeij Zuwachses. Je f'rischer und lebenskraftiger der Nerv ist, welchci](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925665_0001_0116.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


