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Credit: Lehrbuch der Physiologie des Menschen / von C. Ludwig. Source: Wellcome Collection.
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![22. Lecithin (Gobley) erne phosphorhaltige fettartige Sub- ; n/., in den Fetten des Eluts und der Eier entbalten. In Sauren, lialien, Wasser und Alkohol zerfallt es ohne. Beibilfe der Luft in sinsaure, Margarin-, .Stearin-, Palmitin- und Phosphoglycerinsaure. I 23. Cerebrinsaure (Freray), (Jerebrin'(Crobley) in den Blut - und Hirn- lien. Ein stickstoff- und phospborhaltiger fettaknlicher Korper, der im warm en Isser aufquillt, und rait Basen Salze bildet nach Fremy = C54H50N1 Ou (?). 24. Glycerin, Oelstiss. CoHtOsjHO. Wirvermuthen, dass rr freie Glycerin als Umsetzungsprodukt der fetten Sauren (bei rr Verseifung und Gahrung derselben) im Thierkorper vorkomme; sserdem erscheint es nach Gobley unter den Hirnfetten gepart it PhO.i als Glycerinphospborsaure = Gl,PhOo; 2HO. Seine Zersetzungen sind mannigfaltig, durcli Gahrung' in Gcgemvart von Kreide I Kase bei 40° C. geht es in Alkohol und andere Produkte (Berthelot), im .nenge mit faulenden Stoffcn in Propionsaure (C(iHo04), durch Oxydation mit Cblor lArneisensaure, durch NO5 in Oxalsaure, Kohlensiiure und Wasser, durch trockne 1 filiation in Acrolein iiber. — Von diesen Umsetzungen diirften nur die ersteren den Physiologen von Bedeutung sein. Gelangt mit den Fetten (als Lipyl- oder Aeryloxyd) in den .ganismus; die Glycerinphospborsaure auch als solche beim Genuss !Q Eidotter. 25. Cellulose und Amylon. Nach der merkwiirdigen Beo- chtung von Virchow*) als corpus amylaceum in dem Him, den •rven und der Milz; nach Bernard ein ahnlicher Stoff in der Leber. 26. Z u c k e r a r t e n. Man beobachtet im thierischen Organismus in Milch-, Trauben- und Muskelzucker. A. Milchzucker = C12H1O1 + aq. (Krause, Staedeler, ebe) (im crystallinischen Zustand). Er findet sich in der ;<auenmilch. Von den sehr zahlreichen Umsetzungserscheinungen, welche bekannt sind, diirften, I sie noch zu keiner Vorstellung iiber die Atomlagerung gefiihrt habeu, nur folgende den Physiologen interessant sein. — Auf katalytischem Wege andert er sich unter 1 n Eiufluss verdiinntcr SO3 und beim Stehen an der Luft in Traubenzucker um (dieses .treitet Pasteur**)); bei Gegcnwart von Casein, Fetten und CaOCOj geht or in Ichsaure iiber; durch gcwbhnlichc Hefe entwickelt sich allmiilig Alkoholgiihrung. — t SO3 und chromsaurem Kali erwiirmt bildet cr das Aldehyd durEssigsiiurc [C4H3O; HO] und lcisensaure. MitKalkhydrat crwarmt bildet sichucbcnandern Produkten essigsaurer Kalk Mit den Nahrungsmitteln unci namentlich derMilcli wil d er auf- mommen. Sein Vorkommen in der Frauenmilch ist unabhangig m der Art der Nahrungsmittel, da ihn Bensch auch beim Genuss •) Compt. rend. XXXVII. 492. •*) Coinpt. rend. 42. 347. Ludwig, Physiologic I. 2. Aurt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925665_0001_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


