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Credit: Lehrbuch der Physiologie des Menschen / von C. Ludwig. Source: Wellcome Collection.
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![mit iihnlichen Jicaktionen umgewandclt werden krinnen; diese Umwandlung vermag auch der thierischo Korper zu vcranlassen; bringt man die Gallensiiure in das Blut der Hunde, so erscheint eine reichliche Masse von Gallenfarbstofi'ini Ham (Frcrichs Staedeler). Biliphain kaun durch Oxydation in Biliverdin Ubergchen. 3) Bili- fulvin nach Virchow krystallinisch.— 4) Cholepyrrhin; beidc nur dem Nanien nach bckannl. C. Harnfarb stoffe. Ausser dem schon erwiihnten Blntroth ein branner und braunrothcr Stoff, vielleicht Gallenfarbstoffe; zuweilen ein blauer Kb'rpcr, der die Reaktionen des Indigo darbietet (Heller, F. Simon, E. Mitschcrlich u. s. w.) D. Pigmentum nigrum. Melanin. Erscheint ebcnfalls amorph und kry- stallinisch. Die verschiedenen Analysen, die iiber diesen Stoff vorliegen, machen cs wahrscheinlich, dass das, was wir schwarzen Farbstoff nennen, ein Gcmenge sehr ver- sohiedener Substanzen ist. Die Analysen stimmen in koincr Weise. (Sieho die Literatur bei Virchow, patholog. Pigmcnte. Desscn Archiv p. 434 u. f.) Ueber seine physio- logische Bodeutung siehe bei der Spiegclung im Auge. 51. Eiweissartige Stoffe. Unter den Bestandtheilen des menschlichen Kbrpers finden sich aus dieser grossen Gruppe: A. Eiweiss, Albumin. In 100 Theilen enthalt es C:ir,,:tH7,iNi5,i 022,oSi,a (Lieberktthn *). Aus den neutralen Verbindungen des iSslicken Eiweisses mit Alkalien und Metalloxyden leitet der genannte Chemjker die Forme] C72H3BN9O22S1 ab. Mit ilnn komrat meist phosphorsaurer Kalk zu 1,8 — 2,51 pCt. verbunden vor. Man kennt drei Modificationen desselben. 1) Liisliehes durch Hitze gerinnbares Eiweiss. Bestandtheil der Safte ailer Organe, des Bluts, des Chylus, der Lymphe, rankreasfliissigkeit, des Samens mid der Milch (?). — In alien andern Fliissigkeiten haufig patkologisch. 2) Paralbumen (Scherer**)) in der Fliissigkeit hydropischer Ovarien. 3) Geron- nenes Eiweiss; vorzugs weise a Is Nahrungsmittel von Bedeutung, da es in unsern Organen und Saften noch nicht mit Sicherheit nach- gewiesen ist. B. Faserstoff. Man unterscheidet unter den Namen Blut-und Muskelfibrin zwei Arten von Faserstoff, von denen eine jede aber- mals mindestens in zwei Modifikationen, als fliissiger und geronnener Faserstoff, auftritt. — 1. Blut fibrin (mit Blutkorperhtilleb ver- unreinigt) in 100 Theilen C52,7H69N5,4 023,5 (Ph0,3 ?) Si,2 (Mulder). Die fliissige Modifikation erscheint im Blut und der Lymphe, zuweilen in den Augenwassern mid den serosen Fliissigkeiten des lehenden Thieres. — Die geronnene Modifikation in den erwahnten Fliissig- keiten nach ihrer Entfernung aus dem lebenden Thier oder nach dem Absterben des letzteren. Ausserdem haufig in pathologischcn *) LleberkUhn, Poggcml. Annal. 80 Bd. 310. »*) Schoror, phnrmaz. Contralblatt 1852. p. 216.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925665_0001_0056.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


