Licence: Public Domain Mark
Credit: Allgemeine Physiologie der Muskeln und Nerven. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University Libraries/Information Services, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University.
299/356 (page 275)
![Athembewegangen. ]±~t~> dann stellt das Athemcentrum seine Thätigkeit ein. Wenn das Blut saaerstofEärmer wird, werden die Athem- bewegangen stärker. Weit entfernt also, ganz von selbst and ohne äussern Anlass thätig sein zu müssen, werden die Nervenzellen des Athemcentrums durch einen nachweisbaren Einfluss zu ihrer Thätigkeit veranlasst. Sie sind nur viel empfind- licher wie die Nervenfasern, sodass sie schon dorch kleine Aenderungen im Gräsgehalt des sie umspülenden Blutes beeinflasst werden. Aehnlich verhalten sich auch andere automatische Nervenzellen. Nur kommen zwischen ihnen Unterschiede in der Empfindlichkeit vor, sodass einige schon bei dem durchschnittlichen Sauerstoffgehalt des Blutes erregt werden, andere erst bei geringeren Graden, wie sie im Leben nur zuweilen vorkommen. E^ würde zu weit führen, die hier kurz vorgetragene Lehre auch für die andern automatischen Bewegungs- vorgänge im einzelnen durchzuführen. Es möge die Be- merkung genügen, dass eine ähnliehe Vorstellung von dem Zustandekommen der Darm- und Herzbewegungen nahe liegt, dass aber ein experimenteller Beweis für ihre Richtigkeit bisher nicht geliefert werden konnte. Beim Herzen und bei dem Darm liegen die Nervenzellen, von denen die automatische Wirkung ausgeht, innerhalb der betreffenden Organe >elbst. Deshalb können diese Organe :;: Man kann jederzeit leicht an sieh selbst einen Versuch anstellen, welcher dies beweist. Man achte eine Zeit lang auf seine Athembewegungen und merke sich ihre Tiefe und Häufigkeit. Dann athine man acht bis zehn mal hintereinan- der recht tief und langsam ein und aus. Man bringt dadurch sehr viel mehr Luft in die Lungen, als bei gewöhnlicher Athmung, und das Blut kann sich deshalb mit Sauerstoff sät- tigen. Wenn man aufhurt, willkürlich zu atInnen, so wird man linden, dass 20 Secunden und mehr verfliessen, ehe wieder ein Athemzug kommt, so lange nämlich, als der in Vorrath eingenommene Sauerstoff vorhält. Dann erst beginnen die Athemzüge. erst ganz schwach, dann immer stärker werdend, bis die frühere regelmässige Athmung wiederhergestellt ist. 18*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21208888_0299.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)