Versuch über die Gräbersymbolik der Alten / von J. J. Bachofen; mit vier Steindrucktafeln.
- Johann Jakob Bachofen
- Date:
- 1859
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Credit: Versuch über die Gräbersymbolik der Alten / von J. J. Bachofen; mit vier Steindrucktafeln. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![J)cn\ctrif^en tegul® ^abcn tinc unticrfcnnbat frotifc^t ©cbtutunj. *Sit finb ein 23ilb bcr gcfc^(cd)t[id)cn Begattung, bic njir auc^ im Xeutfd)en in 51ntt)cnbung cincö ganj natüvli^cn Silbe« „bebeefen nennen. Xie (Sriäblung Strabo« 4, 198 »on einem Svaudje ber Samnitifc^en Sacc^en, meiere auf bet heiligen 3nfel am 3luöftuffe be^ Siger, no^ lange Ile des Sainls genannt, amajonifch männetlofee 2eben führen, ruht auf bem gleid)en ©ebanten. 3lUjährlich einmal mirb ba« .^eiligtt)um abgebedt, aber am gleichen Jag noch »or Sonnenuntergang mieber »erfchloffen. 3ebe betbeiligt ft^ an ber iUrbeit, jebe trägt ihre Saft h«bei; melcbe fi(h Uibig jeigt, unb ben Stein fallen läßt, üerfällt bet SSuth ber übrigen unb mirb in Stüde geriffen. J)iefe 5lbbedung hat jum 3med, bic befruchtenbe Sonne in baö ^eiligthum faüen ju laf|en3 bie Subedung, fie für ben IRefi be« Sabres auöjufchlie§en, unb fo ba« Silb beö amajonif^en ßeben« im Suite felbfr bar== juftellen. 3)enn mämierloö auf ber 5>^auen am xage bcr bacibi' fchen Öufi auf bal gcfHanb über, unb ooUjichen bort, nach amajonifchet Hebung baS ©ebot ber bionhfifchen ^Religion. So ift bie thönernc tegula baö Sdeben bet SBeiblichfeit felbft, unb mir erfennen nochmals ben 3ufammenbang ber Icna= cotta mit bem iWutterthum ber ©rbe, bie 2lUeö, maö fie oon Sionhfoe em}?fängt, mieberum in ihten Sd)o^ aufnimmt. 5. J)er ©ebrauch, ®iev auä gebrannter ©rbe in ben ©räbetn al« 3^^^*^' bacchifchet Sndiatiou nieberjulegen, hat unä jut Setraibtung ber ^.crracotta unb ihreö 3'ifammenhangd mit ben ©vunblagcn bcr X'ionhfosslRch* gion geführt. 9Bir haben in ihr bic Bereinigung aücr >:fJotcnjen ber ajaturfraft, ,^/yuii'V^ a5et auch bie Unterorbnung bed Btanne« unter ben mciblich'fmpfangcn« ben Stoff erfannt. 3u bef .^evoorhebung bes mütterli^cn Brinjip^ ftimmt bic gebrannte ©rbe nid)t nur mit ber niaterna niyrlus, )onbern namcnili^ mit .cm ©i überein. Berbanit baö ©i aud) feine ©ntftchung bcr Jbätigfeit bcr männ* li^en Sraft, fo \]1 cd bod) bic ©eburt be^ Bdittcrlcibct\ ja im Silbe bcr BJut^' terleib fclbp, ber ulerus exposilus, mie fidi .parmch auebrüdt. ?llfo tritt unö oon Beuern ber Sah entgegen, ben mit oben )d)on anbeuteten: in ben BJhitcrien beö eminent männlidvphaaifchen ©otteö h^f^t bie ftofflicbc OScibli^cbfcit not. I)ad empfangeube $rinjip ftcht an bcr Spifie bcr Batur. “Ja« ©i^ i)t bcr erfte fi^tbare ©runb ber Sd)öpfung. 9luf baö B3cib mirb ilUlc« jurüdgeführt. 3^arum treten in bem bacd)ifd)cn Suite bie fyraueu fo lebt in ben Borbergrunb. ji..arum ruht bcr priefterli^c J)icnft beö männlichen ©ottcö oorjugömeife in ihren ^än»](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24875582_0078.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)