Volume 1
Reallexikon der Vorgeschichte : unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter / herausgegeben von Max Ebert.
- Max Ebert
- Date:
- 1924-32
Licence: In copyright
Credit: Reallexikon der Vorgeschichte : unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter / herausgegeben von Max Ebert. Source: Wellcome Collection.
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![Sonst findet sich B. nur in Gräbern aus dem Anfang der BZ in Katalonien, in einem Steinkistengrab von Bullons bei Riner (Prov. Lörida) und in einem Schacht¬ grabe von Can Barba bei Tarrasa (Prov. Barcelona), beide Male in Form von olivenförmigen Perlen. Aus der gleich¬ zeitigen Argarkultur Almerias kennt man den B. vorläufig nicht (s. Argar, El). Trotz ihrer Spärlichkeit sind diese Funde darum wichtig, weil der B. in Spanien nord. Herkunft sein muß und das Korrelat für den Export span. Typen des Äneol. und der frühen BZ nach N bildet. Der Weg, auf dem er nach Spanien kam, läßt sich noch nicht bestimmen. Er kann über See von der Bretagne her, eher doch zu Lande über Südfrankreich eingeführt sein. Eine sichere Entscheidung dieser Frage ist allerdings z. Z. nicht möglich. In späterer Zeit kommt der B. in der iber. Kultur vereinzelt vor: so z. B. als Einlage in eine Fibel des späten Früh- lat^netypus von S. Antonio bei Calaceite (Prov. Teruel). Sir et Queslions de Chronologie et d'ethnographie ibcriques I (1913) S. 123 ff. (Los Miliares); Estacio Algarve III (18S9) S. 131 ff. (Alcalar); Anuari Inst. 6 (1915—20) S. 529 ff. Bosch (Bullons); ebd. S. 538 (Palet i Barba). J. de C. Serra-Räfols F. Ägypten. Der B. scheint den Ägvp tern in vorgesch. Zeit noch nicht bekannt gewesen zu sein. Die von Ayrton-Loat (Mahasna S. 17 unter H 49) erwähnten Perlen aus „raisin or amber“ werden gewiß als Perlen aus ,,Harz“ (s. Harz B) aufzufassen sein. Auch in geschichtl. Zeit begegnet B. in äg. Funden sehr selten und, wie es scheint, nicht vor der 18. Dyn. (vgl. den Bernstein- Skarabäus in dem Brustschmuck eines Priesters, Vernier Bijouterie [= Mem. de l’Inst. 2] S. 24, 94 u. Tf. 17, 2). Wie der B. nach Ä. kam, wissen wir nicht; auch seine Bezeichnung in der äg. Sprache ist bisher nicht erkannt. Ranke G. P alästina-Syrien. § 1. Bei den Ausgrabungen ist B. bisher nur selten ge¬ funden worden. Ein Krug vom teil za- karia enthielt viele Perlen, darunter eine aus harzähnlichem Stoffe. Sie glich durch¬ aus einer Perle vom teil el-hesi (von Büß in seinem Berichte nicht erwähnt), die zunächst für B. gehalten wurde, sich aber I bei näherer Prüfung als gleichartig er¬ wies mit einem aus der Nähe des Hermon | von R. Burton mitgebrachten Stücke (jetzt im Geol. Museum in Jermyn Street, | London), das kein echter B. ist (Bliß- Macalister Excavations S. 27). In Gezer fanden sich in der 2. sem. Schicht ein ; paar kugelförmige Perlen, dem Aussehen . nach aus B. gefertigt (Macalister Gezer II 106; die übrigen Funde [I 360, 365, 378 ebenfalls Perlen] stammen aus christlicher Zeit). Demnach scheint Ostsee-B., der im myk. Gebiete nicht selten beobachtet ’ wurde (D. Firn men Kr et.-myk. Kultur2 1924 S. 119f.; Ph. Ö. Sehr. 40 [1908] S. 350 ff. R. Jonas), in alter Zeit nicht nach Pal.-Syrien gebracht worden zu sein. Auch die große, 106,43 gr. schwere, durchbohrte Perle mit phön. Inschrift, die auf einer Römerstraße bei Lohne gefunden wurde und sicher nicht dort mit Inschrift versehen wurde, ist spät (MAGW 7 [1878] S. 239 ff. M. Much). § 2. Wahrscheinlich ist aber B. schon frühzeitig im Libanon entdeckt worden. Bereits G. B. Brocchi Giornale delle Osservazioni fatte ne>i Viaggi in Egytto, nella Syria . . . 1842 III 113, 209 ff. hatte das Vorkommen in Braunkohlenlagern bei läküra, bteddin, gezzin festgestellt. O. Fraas Drei Monate im Libanon 1876 S. 67, 92 f. bestätigte dies, und eine Untersuchung von K. John ergab, daß die licht- bis braungelb gefärbten, schön durchsichtigen Stücke ebenso wie die gelbbraunen, nur an den Kanten durchscheinenden, stellen¬ weise mit zahlreichen Bläschen versehenen tatsächlich B. waren, während die braun- bis blutrot gefärbten Stücke als Schraufit erkannt wurden (MAGW 6 [1876] S. 151 ff- M. Much). Danach bleibt die Möglich¬ keit offen, daß in Ägypten (A. Wiede- mann Äg. S. 46) und Babylonien (B. Meissner Babylonien und Assyrien 1 [1920] S. 352) gefundene Perlen aus B. vom Libanon gearbeitet sind. Peter Thomsen H. Vorderasien. Merkwürdigerweise sind unter dem Tcmpelturm von Assur in ganz archaischen Schichten neben Stein- und Glas- auch Bernsteinpcrlen aufgefun¬ den worden (MDOG 54 S. 48). Wie die¬ selben dorthin gelangt sind, entzieht sich vorläufig noch unserer Kenntnis.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29931125_0001_0660.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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