Volume 1
Mikroskopische Anatomie, oder, Gewebelehre des Menschen. Zweiter Band : Specielle Gewebelehre / von A. Kolliker.
- Date:
- 1850-1854
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Credit: Mikroskopische Anatomie, oder, Gewebelehre des Menschen. Zweiter Band : Specielle Gewebelehre / von A. Kolliker. Source: Wellcome Collection.
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![ven, über deren Existenz, wie ich entgegen Luschka behaupten muss, keine Zweifel bestehen können, und erwähnt Pappenheim (Geivebe- lehre des Gehörorganes, pg. 51 flgde.) ganz allgemein, dass die Nerven der Dura von Kopfnerven (dem II. maxillaris superior trigemini, N. vidianus, N. glossopharyngeus und vielleicht [?] dem N.frontalis) und weniger aus dem Sympathicus (N. molles, Plex. caroticus internus) ab- stammen, indem er noch beifügt, dass an die Sinus occipitales anteriores viele Reiser des N. glossopharyngeus und vagus gehen. Ausser diesen Nerven enthält die Dura noch den bekannten N. tentorii cerebelli aus dem Quintus , den Arnold schon früher (Kopfth. d. Symp. St. 200) im Querblutleiter sich verlieren liess, was, wie später Pappen heim und Luschka (1. c.) zeigten, ganz richtig ist. Ersterer verfolgte den- selben bis zum Sinus longitudinalis superior, S. rechts, den Sinus trans- versi und occipitales posteriores und sah auch, dass die Nerven im Ten- torium selbst mitten durch die Gefässe hindurchsetzten. Luschka be- stätigt diese Angaben grösstentheils, doch konnte er (pg. 26) die Nerven- ästchen nicht ganz bis zum oberen Längsblntleiler, wohl aber zum geraden Sinus, dem Sinus petrosus superior, occipitalis, dem Torcular Hero- phili und dem queren Blulleiter bis zum Foramen jugulare verfolgen und sah auch deren Endausbreitungen in den Wänden der queren Blutleiter weniger zahlreich beim Menschen, sehr deutlich und reich beim Kalbe, bei welch letzterem auch von Czermak, wie er mir sagt, Theilungen in der Wand des Sinus wahrgenommen wurden. Die Elemente dieses weiss aussehenden Nerven sind nach Pappenheim cerebrospinale und nach Luschka dieselben wie im Trigeminus, die der andern, mit Ausnahme des N. spinosus, der nach Luschka wie der IV. tentorii sich verhält, wie ich in Uebereinstimmung mit Purkinje finde, feine Fasern, an denen Cor ii beim Menschen und beim Kaninchen, wie ich an denen des Periostes, Theilungen beobachtet hat.— In der Dura des Markes war es mir ebenso wie Purkinje unmöglich Nerven zu finden, dagegen trifft man solche, wie schon erwähnt, in dem Perioste des Wirbelkanals und an den zu den Wirbeln und dem Marke gehenden Arterien. Die Ar achnoid e a wird gemeinhin für nervenlos gehalten, doch gibt Volkmann (Nervenphys. pg. 598 Anm.) an, dass er in der Ara- chnoidea cerebri des Kalbes und Schafes reiche Netze feiner Fasern fand, die bestimmt aus dem Sympathicus stammten, da sie aus Zweigen kamen, welche mit der Wurzel des N. oculomotorius sich verbanden und in dieser einen peripherischen Verlauf nahmen. Was mich an- langt, so habe ich in der Spinnwebenhaut selbst nie Nerven gesehen, wohl aber an den sie durchsetzenden Gefässen und in den Balken, wel-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21938702_0001_0512.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)