Volume 1
Mikroskopische Anatomie, oder, Gewebelehre des Menschen. Zweiter Band : Specielle Gewebelehre / von A. Kolliker.
- Date:
- 1850-1854
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Credit: Mikroskopische Anatomie, oder, Gewebelehre des Menschen. Zweiter Band : Specielle Gewebelehre / von A. Kolliker. Source: Wellcome Collection.
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![denNerven der Harnblase vonKaninchen und Mäusen (Valentin, Phys. II. St. 592). 2) Es finden sich freieEndigungen derNerven, so in den genannten Pacinischen Körperchen und an den Gefässen des Froschmesen- terium [Engel (Zeitschr. cl. W ien. Aerzte II. 1. St. 69) und ich.] 3) Es verschmälern sich auch die dickeren Röhren des Sympathicus schliesslich so, dass sie zu feinen werden, wie an den Rami intestinales, lienales und hepatici leicht zu sehen ist. — Die eigentlichen Endigungen in den Orga- nen selbst, in Herz, Lunge, Magen, Darm, Niere, Milz, Leber, Uterus ii. s. w. sind dagegen noch gar nicht gekannt und habe ich wenigstens bis- her mich vergeblich bemüht, denselben auf die Spur zu kommen. Nur Sch a’ffner will (l.c.) im Herzen von Bo m h in a tor das Auslaufen der dunk- len Röhren in feinste, blasse, anastomosirende Fäserchen gesehen haben und Pappenheim (1. c.) beschreibt Schlingen an den Nierennerven. Zum Schlüsse erwähne ich noch eine über den Faserverlauf im Sym- pathicus vor kurzem erschienene Arbeit von Engel (Prager Viertel- jahrsschr. 1850. III. St. 143 mit 1 Taf.). Der Verfasser bestätigt be- kannte Verhältnisse, wie dass die Rami comm. im Grenzstrange nach oben und unten sich wenden, dass dieselben von beiden Wurzeln abstammen und hie und da auch mit einem Bündel peripherisch an die Spinalnerven sich anschliessen, kommt aber ausserdem zu dem ganz absonderlichen Resultate, dass es im Grenzstrange auch Fasern gebe, welche aus einem Spinalgang- lion in denselben eingetreten, wieder an ein anderes Spinalganglion abge- hen,1 mithin schlingenförmig zwei solche Ganglien verbinden. Etwas der Art habe ich nie gesehen und glaube ich, dass Engel dadurch, dass er nur Embryonen von 4— 10” Länge untersuchte, in Irrthum gerieth. Bei solchen sind die Nervenröhren in den Knoten noch gar nicht ausge- bildet und lässt sich über den Faserverlauf in denselben nicht das Ge- ringste sagen und zwar gilt dies sowohl von den in den Ganglien entsprin- genden als von den dieselben durchsetzenden Röhren, wie am besten die Spinalknoten lehren, wo man (siehe auch Engel Fig. 13. B.) die Wurzeln nicht durch die Ganglien verfolgen kann, obschon dies beim Erwachsenen nach Natronzusatz so leicht ist. Aus diesem Grunde kann ich auch, was E. über in Ganglien entspringende Nervenröhren und apolare Nervenzellen derselben bemerkt, so gern ich es auch wollte, doch nicht als Bestätigun- gen meiner Beobachtungen ansehen. §. 125. Entwicklung der Elemente des Nervensystems. Da die grösseren Massen des Nervensystems, Ganglien, Mark, Gehirn, Ner- ven bisher weder in Bezug auf ihre erste Anlage , noch auf ihre Weiter- entwicklung als eine Function der Elementartheile der Embryonen auf- zufassen waren, so halte ich es für unnöthig, hier auf die Entwicklung derselben im Ganzen einzugehen, und begnüge mich mit einer Schilderung der Elementartheile des Nervensystemes, der Nervenzellen und der Nervenfasern. Die ersteren sind, wo sie auch Vorkommen, nichts als](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21938702_0001_0549.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)