Die pneumatische Schule bis auf Archigenes / in ihrer Entwickelung dargestellt von Max Wellmann.
- Max Wellmann
- Date:
- 1895
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Credit: Die pneumatische Schule bis auf Archigenes / in ihrer Entwickelung dargestellt von Max Wellmann. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![aufgenommenen Notizen von der durch das Liegen auf der Seite herbeigeführten Atemnot und von der Sucht der Lungenkranken, kaltes Wasser zu trinken, thatsächlich standen. Ich meine, durch diesen Thatbestand wird die Annahme, dafs Aetius den Aretaios be- benützt habe, widerlegt und die Herleitung beider Berichte aus der- selben Quelle zu einer fast an Gewifsheit reichenden Höhe der Wahr- scheinlichkeit erhoben. Der Name dieser gemeinsamen Quelle kann nach der voraufgehenden Untersuchung nicht zweifelhaft sein. Eine schwache Spur scheint auch bei Aetius auf den Namen zu führen. Zum Schlufs seiner Therapie, die wieder abgesehen von einzelnen Zusätzen völlig der Darstellung des Aretaios1) entspricht, macht er dar- auf aufmerksam, dafs sie vielfach dieselbe ist wie bei der Pleuritis; als letztes Mittel figuriert ein Umschlag aus Wachs, Terpentinharz, Hirschmark, Ysop, Butter und Iris. Dasselbe Mittel führt Aetius bei der Behandlung der Pleuritis aus Archigenes an: Aet. VIII 66: Aet. VIII 68: ri to Sia xrjQov xai regeßivS-ivrjS Mira <Si raüict Iniftfpaaixqt]öt{ov xai fj.veXov lXa(f((ov xai vGOtanov xai fxäXidja Iv t»j tjjs avaywyijs iiygov xai ßovivQov xai iQeoj; Xlw- xaiQia oiov lo joiovrov ßovxvpov, tktijs ini&ifia 7ipoOayfa9io • forco Ttptßwtvrfg, iaaünov [fpap/uöxovW. 3& loa rä nävra. 'Eviore x«l vaQ- deest P.], xrjpov, fxviXov £Xa(ft(ov Svvov jxvqov tftßdXXeiv . . . xai i'gewg iaa, xvtiqIvov IXalov tj ■nr\yavivov av/j/nerpov IfißaXXofiivov. Die vorhergehende Untersuchung hat also ergeben, dafs Aretaios in den beiden uns erhaltenen Schriften sich in sklavischer Weise an den bedeutendsten Arzt seiner Schule, den Archigenes, angeschlossen hat. Dies Besultat kann nur den befremden, der die Arbeits- weise der nachchristlichen Ärzte nicht kennt. Die medicinische Litteratur seit der Zeit des 2. Jh. ist im Wesentlichen eine excer- pierende: das gilt in gleicher Weise für Ärzte wie Soran, Galen, Heliodor, Antyll, Philumenos, Philagrios sowie für die späteren Sammelwerke eines Oribasius, Aetius, Alexander von Tralles und Paulus von Aegina. So überflüssig es nach der oben geführten Untersuchung scheinen mag, so angenehm ist es, das gefundene Besultat noch weiter be- stätigt zu sehen. Bei der Epilepsie macht Aretaios einen Unterschied Aret. cur. in. ac. II 1, 243 f.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20999446_0060.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)