Die pneumatische Schule bis auf Archigenes / in ihrer Entwickelung dargestellt von Max Wellmann.
- Max Wellmann
- Date:
- 1895
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die pneumatische Schule bis auf Archigenes / in ihrer Entwickelung dargestellt von Max Wellmann. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![diu %6 stoifjiwg avzijv nolXäxic adixeTff&ui, ex tov (rwc P. ed.) dt« xavihagiÖMV XQidfi,atog. Es ist sicher kein Zufall, dafs das Wenige, was wir von Archigenes Behandlung der Epilepsie wissen, sich mit Aretaios deckt. Der Schriftsteller, dem wir dies Wenige von seiner Therapie verdanken, ist Alexander von Tralles (I 561). Darnach riet er, Einreihungen mit Salben vorzunehmen, dem Kranken reichlich Wasser zu geben, dagegen den Genufs von Fleisch1) und den geschlechtlichen Ver- kehr2) zu verbieten. Ferner gab er dem Kranken die Leber eines Wiesels ohne Galle mit einer halben Kotyle Wasser vermischt auf nüchternen Magen drei Tage lang zu trinken und berichtete, dafs einige Ärzte mit einem Stück von der Möve, das sie verbrannt und als Getränk gereicht, die Krankheit geheilt hätten. plagis oportet . .. Auctoresque mulli ut Asclepiades memorat . . . vesicis sunt, inflatis vesicis pulsandos lumo- bubulis repletis corpus vaporandum res esse. probat vel aliis quibusque maioribus inflatis tumentia loca pulsari iubet. Sic etiam aniiquissimus Euryphon. Die auctores multi, die das Schlagen der Geschwulst mit aufgeblähten Blasen empfahlen, stammen alse ebenfalls aus Asklepiades: es waren Herodikos und Euryphon. In der spateren Zeit war dies Verfahren ganz geläufig: Arcbigenes und Herodot kennen es nach Aet. X 29: Aoxi/jaOTtov 81 xal tö 'IIqoöIxov ßoy$t]/.ia' xal yäq ßot]9(Iv dvvarm, oiJ/ rjTtov rrjg igiipeiog. xiiOieoi /jiv oüv ßostatg f) alXaig ei/uiyi&eaiv tv ntipvor\ulvai,g xgove (xqovci W.) xoiitpwg rovg ii'oiärjaavrag rÖTiovg, (f.rjoiv *Aqyj,y£vr\g xal 'IlQÜdorog' lm- nvxvoviai yctQ ij Octg!; ttlvntog ohre äi.y^/.iarog yiyvofih'ov (fehlt in P.) ovra ävTtivni'ag axXrjgoxiQag anavTwang. Über die operative Entfernung der Wasseransammlung berichtet auch Aetius (X 3U) nach Asklepiades, Antyll und Archigenes. Endlich will ich noch darauf verweisen, dafs die Ausführungen des Celsus (IV 13) betreffend die Behandlung der Pleuritis durchaus asclepiadeische Farbe tragen (Cael. Aur. A. M. II 22). Das Resultat dieses Excurses ist also, dafs Asklepiades eiue der Hauptquellen des Celsus für seioe Therapie der Krankheiten ist; ob er ihn direct benutzt hat, ist mir zweifelhaft. ') EbeDSO wie Asclepiades (Cael. Aur. M. Ch. I 4, 228) und nach ihm Celsus (III 23). 2) Über diesen Punkt waren die Allen geteilter Meinung. Während Asklepiades (Cael. Aur. M. Ch. I 4, 228) und Rufus (Aet. III 8) den Beischlaf geradezu empfahlen, wurde er von andern Ärzten verboten: Cels. a.a.O., Gal. (VIII 341) u. a. Vgl. Daremberg Oribas. I 668.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20999446_0065.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)