Das kleine Kind vom Tragbett bis zum ersten Schritt. Ueber das Legen, Tragen und Wiegen, Gehen, Stehen und Sitzen der kleinen Kinder bei den verschiedenen Völkern der Erde / Beobachtungen und Studien von H. Ploss.
- Ploss Hermann Heinrich, 1819-1885.
- Date:
- 1881
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Credit: Das kleine Kind vom Tragbett bis zum ersten Schritt. Ueber das Legen, Tragen und Wiegen, Gehen, Stehen und Sitzen der kleinen Kinder bei den verschiedenen Völkern der Erde / Beobachtungen und Studien von H. Ploss. Source: Wellcome Collection.
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![T VI Sorrebe. [d)aft ober glcicC;c 3lbftammung, fonbern l;äiifig nur auf glcidien GntroidlungS: gaug im geiftigen Seben. ©0 finb benn 2tel)uli(^feitcn in ben Sräudieu, bie fi(^ auf bie erfte 0nbeäpf(ege bejie^cn uub tppifd) non febem SSoite fcftget)alten merben, mid)tigc 9)icrfmale für 33eurtl)cilung beö gefammten 6ulturguftanbe§ ber SSölfer, benn eö fragt fii^ babei, in mie loeit nerroanbtfd;aftU(^e ^öejiefiungen, in roie roeit bie gleid)en dufferen $^eben§bebingungen, in mie roeit fd^UejHic^ Uebertragung unb D^ad)at)mung urfad;Iic^ mitmirften. 2luf ber einen Seite nött;igt bie Sefc^affent)eit beä ©riinb unb 33oben§, baä 5tliina beö Sanbeä ju einer beftimmten Sebenäraeife ber Serooljner, fo aud) §ur 9Bal)l ber Strt, roie baä fleine, ber inet)r ober loeniger zulänglichen pflege ber 9)tutter anheim^ gegebene ^inb bel;anbelt, loie eö gelegt, geroiegt, getragen wirb. Sluf ber anberen ©eite mögen auch ^)ier ©itten unb ©ebräudhe, bie man febt bei einem 3Solfe in biefer 53egiehung norfinbet, oon 3lu^en gu einer beftimmten, genauer gu erörternben Seit iniportirt roorben fein. Slnbere 3!)iale h^i^en üietlei(ht 33ölfer, bie einem gemeinfamen ©tamme entfproffen, fid) aber einft getrennt unb neue SBohnfi^e aufgefud;t urfprüngli(^en ©emohnheiten trabitionell beibeljalten. 3ßir h^i^^cn e§ bemnad) mit einem ßapitet ber 35ölferhinbe gu thun, loelcheä ebenfo loie aUe anberen ©egenftänbe ber ®tl)nographie natur- gef d)id)tlid) gu beljanbeln ift, inbem man in erfter Sinie gu berüdfid;tigen h^t, lüogu bie ^limate gmingen unb maö für §ülfömittet fie barbieten, inbem aber and) in gmeiter £inie unterfud;t luerben mu^, ob bie betreffenbe ©itte eine urfprünglid;e, bem befonberen 3Solfe eigenthümlid)e unb oon ilpn felbftftänbig angenommene ift, ober ob fie erft oon einem anberen 5ßolfe erraorben rourbe. S)ie (Sntfeheibung all biefer fragen ift auä mehreren ©rünben eine fd)ioierige. SSorfid^tig genug müffen mir gugeftehen, ba^ mir eigentlicih nod) im ©tabium ber 3>orerörterung fteljcn, unb ba^ mir un§ oft bamit begnügen müffen, gunäd;ft nur einfad) feftguftellen, ba§ fi(^h in ben hier gu befprethenben Sügen ber 3Sölfergebräud;e etroa§ 2t)pif^eä, D^ationaleä erfennen läfd, ba§ gur fpecififd;en ^^hufiognoniie ber 5ßölfer unb 33ölfergruppen gehört. Siä feht h^^^ man ja nur oereingelte 9]erfu(^e gemacht, 9)?aterial für unfer Shema gufammen gu bringen, ©ine günftige ©elegenheit, einige bei oerfd;iebenen 33ölfern ge= bräud)lid)e formen oon äßiegen u. f. m. f'ennen gu lernen, bot fid) bar ini „^aoillon beä fleinen ilinbeä auf ber Sßiener Söeltauöftellung 1873, in ber „6thnographifd)en 2lbtheilung ber 2tuöftellung gu ^^lariö 1878 unb in ber tarier anthropologifd;en 2luäftellung 1879, inSbefonbere in ber oon §ertn V i:](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21705471_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)