Die pathologische Anatomie des Auges / bearbeitet von Richard Greeff.
- Richard Greeff
- Date:
- 1902-1906
Licence: In copyright
Credit: Die pathologische Anatomie des Auges / bearbeitet von Richard Greeff. Source: Wellcome Collection.
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![Polypenform der Neubildungen entstellt (Axenfeid). Wir unterscheiden als polypenähnliche Geschwülste: Das Papillom oder das Fibroma papilläre. Anfangs findet sich eine flache Erhebung in dem oberflächlichen Gewebe der Conjunctiva, in welche Gefässe hineinwachsen. Aus dieser Knospe entstehen nach und nach neue bindegewebige Sprossen, welche schliesslich das Bild verästelter Papillen mit himbeerartiger Oberfläche darbieten. Sie sehen dem spitzen Condylom sehr ähnlich. Am häufigsten gehen sie von der Gegend der Carunkel aus, doch finden sie sich auch auf der Plica semilunaris und der Conjunctiva bulbi. Oft sind sie multipel. Ihre Entfernung muss gründlich sein, da sie leicht recidiviren. Der histologische Bau der Papillome hat das Gemeinsame, dass sich bei allen theils die ganze Geschwulst, theils ein grösserer oder geringerer Theil derselben aus Papillen zusammengesetzt erweist (Fibroma papilläre Virchow's [v. Rechtperg]). Diese Form auf der Bindehaut ist zuerst von Ehrburg und S. Fuchs genauer beschrieben worden. Fig. 28. Carcinomatös degenerirte Papillome der Conjunctiva. Linkes Auge. Natürliche Grösse (nach v. Rechtperg). Zwei typische Fälle beschreibt S. Fuchs bei einem 28jährigen und bei einem 68 jährigen Manne. Der erstere Fall möge als Beispiel angeführt werden. H. M., 28 Jahr alt. Das untere Lid leicht evertirt; über den Rand desselben nach innen zu eine feinpapilläre, stellenweise mit grauen Knötchen versehene roth gefärbte Neubildung, eine ebensolche in der Mitte des oberen Lidrandes. Die Geschwulst erstreckt sich über die Tarsalconjunctiva der inneren Hälfte des unteren Lides, längs des Lidrandes als schmaler Streifen sich weiter nach aussen verbreiternd. Sie greift im inneren Augenwinkel über den Fornix auf die Conjunctiva bulbi über. Obere Uebergangsfalte frei. Die obere Conjunctiva tarsi ist dagegen nahezu ganz be- deckt mit derselben Neubildung. Der auf der Conjunctiva bulbi befindliche Theil der Neubildung ist mehr traubenförmig.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21286498_0110.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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