Die Anatomie des Kaninchens in topographischer und operativer Rücksicht / bearbeitet von W. Krause.
- Wilhelm Krause
- Date:
- 1868
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Anatomie des Kaninchens in topographischer und operativer Rücksicht / bearbeitet von W. Krause. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
257/291 (page 239)
![Stück des X. accessorius der Länge nach zwischen die gefiffteri Spitzen einer Pincelle, zieht, leise rolirend, anfangs schwach, dann stärker, bis mit einem leichten Hucke das Neurileni reisst. Ohne Widerstand folgt dann ein 2—3 Cm. langes, zum Tli(>il aus einzelnen Wurzelfäden bestehendes Stück des N. acces- sorius, wie man unter Wasser bemerkt. Diese Operation des Ansreissens des X. accessorius aus dem Foramen jugulare ist schmerzhaft; daher man den Kopf des Thieres gut fixiren muss: Die Blutung ist nicht unbedeutend; doch kann nament- lich bei den in Schlesien als französisch bezeichneten Kaninchen die V. jugularis interna im Foramen jugulare in grösserer Ausdehnung zerrissen werden, an deren vordere Wand der X. accessorius sich anlegt. Durch die Operation werden die vom N. accessorius innervirlen Kehlkopimuskeln gelähmt (Heidenhain, Studien des physiolog.Instituts zu Breslau. 1865. II. III. S. 113.). Ausserdem kann man durch mikroskopische Untersuchung der im Text ge- nannten Aeste des X. vagus nach eingetretener fettiger Entartung darthun , dass dieselben ihre motorischen Fasern von dem R. internus des X. accessorius erhal- ten -(Heidenhuin, briefliche Mittheilung). Ausreissung der Xn. accessorii hat öfters einen mehrere Stunden andauern- den, intensiven Diabetes zur Folge. (Schiff, Untersuchungen über Zucker- bildung in der Leber etc. 1859.). N. h ypoglössus. Der XII. Hirnnerv entspringt von dem lateralen Rande des Pyramiden- Stranges mit mehreren Wurzelfäden; die, in zwei Stämme vereinigt, durch die Foramina condyloidea superius und inlerius die Schä- delhöhle verlassen. Verläuft anfangs unter dem N. ac- cessorius, oberhalb des N. vagus und mit beiden sich kreuzend, biegt sich an der lateralen Seite der A. ca- rotis interna nach vorn, zwischen letzterer und der A. occipitalis, gibt einen Ast zum Ganglion cervicale supe- rius ab, welcher erweiternde Fasern für die Iris ent- hält (Budge), verläuft dann an der medialen Seile der Ursprungssehne des M. mandibulae, beschreibt einen Bogen unterhalb desM. slylohyoideus an dessen medialer Seite, lateralwärts von der V. jugularis interna und der A. carotis interna sowie dem Anfange der A. carotis externa, gibt den R. descendens ab, gelangt median- wärts von der Insertion des M. stylohyoideus an die Spitze des Cornu majus oss. hyoidei an den hinteren Rand desselben, von vorn her bedeckt vom M. cleido- mastoideus und der V. facialis anterior. Verläuft als- dann an der lateralen Seite des Cornu minus oss. hyoidei und oberhalb des Cornu majus, parallel dem- selben an der lateralen Seile und in Begleitung der A. lingualis nach vorn zwischen M. styloglossus und M. geniohyoideus, dann zwischen den Mm. styloglossus und genioglossus und verzweigt sich in säm nillichen Zungennmskeln. Ist der stärkste Zungennerv. Ii. descendens verläuft an der lateralen Seite der A. carotis communis, schräg abwärts steigend, ver- Fig. 39. Ursprung des R. descendens N. hypoglossi |s. Fig. 3<>). Die HantrandeT des an der rech- ten Seite des Halses geführten Längsschnittes sind a ngeden- tet. St M. stylohyoideus, sioh an das Cornu majus oss. hyoi- dei inserirend, '.Y/Y N. h'ypo- glossus, nach unten den Et. descendens H d abgebend. C Wurzel des R, descendens aus dorn N. cerviealis III. X N. vagus. Nls N. laryu- geus Buperiör. R Kamus car- fliaousN. Vagi, der eine zweit,. Wurzel aus dem N. laryngous superinr erhall. S \. gyn] pathieus.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22288375_0257.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)