Die chemische Konstitution des Gehirns des Menschen und den Tiere : Nach eigenen Forschungen bearbeitet / von J. Ludwig W. Thudichum.
- Johann Ludwig Wilhelm Thudichum
- Date:
- 1901
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Credit: Die chemische Konstitution des Gehirns des Menschen und den Tiere : Nach eigenen Forschungen bearbeitet / von J. Ludwig W. Thudichum. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![d i e K a 1 i 1 ö s u n g in p u i- p u r n e n Flocken, und die ü b e r denselbenstehendeFlüssigkeitnahmebenfall seine purpurne Farbe a n. Am Schluss seiner Abhandking stellt Vauquelin die Frage, ub es nicht möglich sein dürfte, die Zustände eines jeden der das Gehirn zusammensetzenden Elemente im Hirn selbst zu erkennen. Zunächst verlangte er zu wissen, ob das Eiweiss nicht mit einem Teil der Phosphorsäure verbunden sein möge, und ob die Konsi- stenz und Opazität desselben nicht vielleicht das Resultat dieser Verbindung sei. Ohne diese Frage zu entscheiden, neigte er zu der Ansicht, dass das Eiweiss im Zustand des teilweisen Geronnen- seins, wie Casein in eben sauer werdender Milch, sich befinde. Er meinte dann auch, dass die fettigen Materien, das Eiweiss und Osmazom, oder wenigstens fettige Materie und Eiweiss, im Gehirn in einer Art Verbindung mit einander existierten. Vauquelins Angaben sind vollständig richtig, soweit sie gehen; sie wären eine ausgezeichnete Basis für spätere weitere Untersuchungen gewesen, aber sie wurden, ihrem Hauptinhalt nach, von beinahe allen späteren Untersuchungen vernachlässigt. Daher verloren auch die meisten die Totalität des Gegenstandes aus dem Gesicht und begnügten sich mit dem Bestreben, einzelne mehr interessante Objekte zu isolieren. Die Analysen von Vauquelin wurden wiederholt und be- .stätigt von J. F. John (»Chemische Schriften«, Bd. 4, Nr. 31, S. 228, und Zoochemische Tabellen«, Tab. I, A [1814], S. 12; auch in Gilberts »Annalen« 46 [i814], 329) durch Ver- suche an Hirnsubstanz von Kälbern, Hirschen, Hühnern und Krebsen. Aus seinen Untersuchungen am Gehirn von Menschen, Ochsen und Kälbern schloss er, dass sie keinen substantiellen Phosphor oder Phosphor in Substanz enthielten. Damit war ohne Zweifel Phosphor in der metalloiden Form gemeint, wie er sich als Präparat dar- stellt zum Unterschied von Phosphor in Verbindung, wie er in Knochen als phosphorsaurer Kalk enthalten ist. Da er Phosphor- säure in einem Versuch und Ammoniak in einem zweiten fand, so glaubte er, dass die von Vauquelin gefundene Phosphorsäure von einer Zersetzung von phosphorsaurem Ammoniak herrühre; er nahm so gegen Vauquelin eine Vermutung an, welche Vau- (juelin selbst einige Zeit lang gehegt, und dann als sehr unwahr- scheinlich verlassen hatte. Die Untersuchungen von John sind keineswegs so klar und lehrreich als die von Vauquelin, obwohl sie nach denselben und scheinbar mit deren Hülfe angestellt sind; sie enthalten keine neue Entwicklung, und ihre Tendenz ist beschränkt auf und durch das Suchen nach dem vermuteten s u b sta n z i e 11 c n Phosphor'<, und die Thatsache, dass der Phosphor im Gehirn in organischer Verbindung existiert, wird vollständig übersehen,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b23984569_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)