Die chemische Konstitution des Gehirns des Menschen und den Tiere : Nach eigenen Forschungen bearbeitet / von J. Ludwig W. Thudichum.
- Johann Ludwig Wilhelm Thudichum
- Date:
- 1901
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Credit: Die chemische Konstitution des Gehirns des Menschen und den Tiere : Nach eigenen Forschungen bearbeitet / von J. Ludwig W. Thudichum. Source: Wellcome Collection.
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![welcher schwefelsaures Ammoniak enthielt. Durch kaustische Al- kalien wurden dieselben Produkte erhalten und die Fettsäure aus ihm durch Essigsäure gefällt. Die P'ettsäure wurde nach Gusse- row's Methode, durch Lösung des Ölsäuren Bleis in Aether und Trennung von dem darin unlöslichen margarinsauren Blei, isoliert. Die gereinigte Margarinsäure schmolz bei 6d und enthielt 75.286^/0 C, 12.605 °/o H und 12.109 °/o O. Die Oelsäure gab die für sie theore- tische Menge der Elemente. 100 Teile trockenen Dotters lieferten auf diese Weise durchschnittlich 7.226 Teile Fettsäure. Aus der durch langes Kochen mit kaustischem Kali, Neutrali- sieren mit Essigsäure und Befreiung von der Fettsäure behandehen klebrigen Materien wurde eine wässerige Lösung erhalten, aus welcher die phosphorsäurehaltige Säure durch Bleizucker gefällt wurde. Der Niederschlag wurde durch Schwefelwasserstoff zersetzt und das Filtrat konzentriert. Ein wenig Salzsäure wurde durch Silberoxyd und der Ueberschuss des letzteren wurde durch Schwefel- wasserstoff entfernt. Etwas freie Phosphorsäure wurde durch einen geringen Ueberschuss von Kalkwasser und Filtrieren entfernt. Beim Verdampfen bildeten sich in der heissen Lösung weisse glänzende Schuppen, welche entfernt und getrocknet wurden. Sie waren in kaltem Wasser löslicher als in heissem; ihre Lösung wurde durch Alkohol gefällt. Bei der Analyse gaben sie: Die in diesem Salz enthaltene Säure war Phospho-Glycerin- säure oder, wie sie jetzt gewöhnlich genannt wird, Glycero- Phosphorsäure, dieselbe, welche Pelouze früher synthetisch dargestellt hatte, und dieser Befund war desto sicherer, als alle Untersuchungen Gobley's im Laboratorium von Pelouze ange- stellt wurden. Gobley fand ferner im Dotter Milchsäure, verschiedene Mine- ralsalze, namentlich Chlornatrium und Chlorkalium, schwefelsaures Kali und Kalk und Magensium-Phosphat. Ferner unterschied er zwei Farbstoffe und Extractiv-Materien oder Osmazom, und schloss seine gehaltreiche Untersuchung mit einer Summation in zwölf Thesen, welche die im Vorstehenden skizzierten Resultate dar- stellten. In einer zweiten Abhandlung beschrieb Gobley (»Journ. d. Pharm, et Chim.« 11 [1847], 409 ^'d 12 [1847], 0 seine Experi- mente an dem Gehirn von Hühnern, Schafen und Menschen. Durch Prozesse, welche er nicht näher beschrieb, erhielt er eine klebrige m 100 Theorie: 60.66 17.06 Ca2P207 (Calciumpyrophosphat) 60.27 60.27 C ,, 1707 17.02 H „ 3-51 3-48 O „ 19.15 19.23 3-32 18.95](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b23984569_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


