Volume 1
Atlas der deskriptiven Anatomie des Menschen / von J. Sobotta.
- Johannes Sobotta
- Date:
- 1926-1928
Licence: In copyright
Credit: Atlas der deskriptiven Anatomie des Menschen / von J. Sobotta. Source: Wellcome Collection.
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![Gaumenbein, os palatinum, Nasenbein, os nasale, und Jochbein, os zygomaticum. Fig. 85. Rechtes Gaumenbein in der Ansicht von hinten, (‘/i) Fig. 86. Rechtes Gaumenbein; Ansicht der lateralen Fläche. (x/i) Fig. 87- Rechtes Gaumenbein; Ansicht der medialen Fläche. (x/i) [* = Anlagerungsstelle der lamina lateralis process. pterygoidei.] Fig. 88. Linkes Nasenbein in der Ansicht von vorn. (x/i) Fig. 89. Linkes Nasenbein in der Ansicht von hinten. (x/i) Fig. 90. Rechtes Jochbein in der Ansicht von der Gesichtsfläche. Fig. 91. Rechtes Jochbein in der Ansicht von der Schläfenfläche. (70 (70 des Oberkiefers, von denen sie durch die sutura palatina transversa getrennt werden. Sie bilden am hinteren Ende der szitura palatina mediana die spina nasalis posterior und enthalten jederseits die vordere Ausmündung des canalis pterygopalatinus, das foramen palatinum majus. Die pars perpendicularis ist schmäler, aber länger als die pars horizontalis. Sie legt sich mit ihrer facies maxillaris an den hinteren Teil der facies nasalis des Oberkiefers an, während die mediale Fläche der pars perpendicularis, die facies nasalis, einen Teil des hinteren Abschnitts der seitlichen Nasenwand bildet. Sie trägt zwei parallele, horizontale Leisten, die untere, stärkere crista conchalis für die untere, und die obere crista ettnnoidalis für die mittlere Muschel. Nach hinten schliesst sich an das Gaumenbein der processus pterygoideus des Keilbeins an. Am hinteren Rande der pars perpendicularis liegt eine Furche, sulcus pterygopalatinus, welche mit den entsprechenden des Flügelgaumenfortsatzes des Keilbeins und des Oberkiefers den canalis pterygopalatinus bildet. Die drei (offiziell benannten) Fortsätze des Gaumenbeins sind der processus pyramidalis, orbitalis und spkenoidalis. Der erstere ist nach hinten gerichtet, kurz und breit. Er schiebt sich in die incisura pterygoidea des Flügelfortsatzes des Keilbeins ein und füllt diese aus, zugleich die fossa pterygoidea ergänzend. Er wird meist von den hinteren Ausmündungen des canalis pterygopalatinus durchbohrt (foramina palatina minora). Processus orbitalis und spkenoidalis gehen vom oberen Ende der pars perpendicularis aus und werden durch die incisura spkenopalatina getrennt. Der grössere processus orbitalis sieht nach . lateral und vorn, bildet einen kleinen Teil der unteren Augenhöhlenwand und grenzt hier in der sutura palatoethmoidalis an die lamina papyracea des Siebbeins und in der sutura palatomaxillaris an den Oberkiefer und verschliesst die angrenzenden Siebbeinzellen. Der processus spkenoidalis ist medianwärts und nach hinten gerichtet und legt sich an die Unterfläche des Keilbein- körpers. Ausserdem entsendet die pars perpendicularis an ihrer Basis regelmässig einen an Grösse zwar variablen, aber konstanten Fortsatz aus, den processus maxillaris. Er hat fast halbmondförmige Gestalt und verschliesst je nach seiner Grösse einen mehr oder weniger starken Abschnitt des hiatus sinus maxillaris, wobei er sich an den processus maxillaris der untern Muschel anlehnt (Fig. 86). Die Nasenbeine, ossa nasalia, bilden einen Teil des knöchernen Nasenrückens. Sie sind kleine, trapezförmige Knochen, durch die sutura internasalis voneinander getrennt. Sie besitzen einen kürzeren, medialen und längeren, lateralen Rand. Letzterer grenzt in der sutura nasomaxillaris an den processus frontalis des Oberkiefers. Oberer und namentlich unterer Rand sind zackig; ersterer grenzt an die pars nasalis des Stirnbeins, letzterer an den Nasenknorpel. Die hintere Fläche des Knochens trägt eine Furche, den sulcus ethmoidalis, von welcher aus ein oder mehrere foramina nasalia auf die äussere Fläche de? Knochens gehen. Das Jochbein, os zygomaticum, ist ein dreiseitiger, ziemlich dicker Knochen, an welchem drei Flächen und zwei Fortsätze unterschieden werden. Von den Flächen sieht eine nach dem Gesichte zu, die facies malaris, eine nach der Schläfengegend zu, die facies temporalis, während die dritte in der Augenhöhle liegt, facies orbitalis. Die facies orbitalis ist leicht konkav, bildet einen Teil der lateralen Augenhöhlenwand, grenzt in der Hälfte der Fälle an das vordere Ende der fissura orbitalis inferior und zeigt ein oder zwei foramina zygomaticoorbitalia. Die facies malaris ist konvex, grenzt an den processus zvgomaticus des Oberkiefers und zeigt ein foramen zygomaticofaciale. Die facies temporalis ist konkav und enthält das foramen zygomaticotemporale. Von den beiden Fortsätzen des Jochbeins geht der processus teznporalis horizontal nach hinten und verbindet sich mit dem processus zygomaticus des Schläfenbeins zum Jochbogen, arcus zygomaticus. der processus frontospkenoidalis geht nach oben, bildet einen Teil des lateralen Augenhöhlenrandes und verbindet sich mit dem processus zygomaticus des Stirnbeins und dem margo zygomaticus des grossen Keilbeinflügels.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29821691_0001_0065.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


