Volume 1
Atlas der deskriptiven Anatomie des Menschen / von J. Sobotta.
- Johannes Sobotta
- Date:
- 1926-1928
Licence: In copyright
Credit: Atlas der deskriptiven Anatomie des Menschen / von J. Sobotta. Source: Wellcome Collection.
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![Augenhöhle, orbita. (Forts.) Harter Gaumen, palatum durum. Nasenhöhle, cavum nasi. Fi g. 100. Frontaler Durchschnitt durch den vorderen Teil des Schädels (Augenhöhle, Nasenhöhle, Kieferhöhle, Siebbeinlabyrinth). (4/ß) * = sinus frontalis. Fig. 101. Untere Wand der linken Augenhöhle (die obere Hälfte ist durch Säge- schnitt entfernt), (*/1) Fig. 102. Oberkiefer mit Gaumenbein und unteren Enden des Flügelfortsatzes des Keilbeins (Präparat der Fig. 81) in der Ansicht von der Gaumenseite (harter Gaumen). (J/i) (In Fig. 100—102 ist Stirnbein violett, Siebbein orange, Oberkiefer gelb, Keilbein griin, Gaumen- bein blau, Pflugscharbein und Tränenbein rot, untere Muschel und Schläfenbein weiss, Jochbein in Fig. 100 rot, in Fig. 101 weiss.) 6. die foramina zygomaticoorbitalia auf der facies orbitalis des Jochbeins. 7. der canalis infraorbitalis in Verlängerung des sulcus infraorbitalis auf dem planum orbitale des Oberkiefers. 8. die incisurae (bezw. foramina) frontalis und supraorbitalis am oberen Augen- höhlenrand. In der Augenhöhle liegt ferner am Stirnbein die fovea (mitunter spina) trochlearis und fossa glandulae lacrimalis, im Bereiche des Stirnfortsatzes des Oberkiefers und des Tränenbeins die fossa sacci lacrimalis (durch die cristae lacrimalis anterior und posterior begrenzt), der sulcus infraorbitalis (bezw. canalis') auf dem planum orbitale, die spina m. recti lateralis am grossen Keilbeinflüge]. Der harte Gaumen, palatum durum. Das Dach’ der Mundhöhle wird vom harten Gaumen (palatum durum) gebildet. Er stellt eine längliche, abgerundet-viereckige, stark konkave Knochenplatte dar, an dessen Bildung die processus palatini des Oberkiefers, die partes horizontales und z. T. die processus pyramidales der Gaumenbeine beteiligt sind. Der harte Gaumen trägt in der Mitte die suturapalatina mediana, die sutura palatina transversa und mitunter Reste der sutura incisiva. Vorn findet sich auf dem Vorderende der sutura mediana das unpaare foramen incisivum, durch welches die knöcherne Mundhöhle mit beiden knöchernen Nasenhöhlen kommuniziert; hinten in der Horizontalplatte des Gaumenbeins jederseits das foramenpalatinum majus, im processus pyramidalis die foramina palatina minora. Alle diese (paarigen) Löcher sind Ausmündungen des canalispterygo-palatinus. Die Nasenhöhle, cavum nasi. Die (knöcherne) Nasenhöhle ist unpaar und durch eine mittlere (oft schief und nicht genau median stehende) Scheidewand, septum nasi, in zwei symmetrische, paarige Nasenhöhlen getrennt. An der Bildung der Nasenhöhle beteiligen sich neun Schädel- knochen: Nasenbein, Stirnbein, Siebbein, Keilbein, Oberkiefer, Gaumenbein, untere Muschel, vomer und Tränenbein. Die vorderen Oeffnungen der knöchernen Nasenhöhle sind die apertura piriformis, die hinteren die choanae. Erstere wird durch die Nasen- beine, Stirnfortsätze der Oberkiefer und Oberkieferkörper begrenzt, letztere durch Gaumenbein, mediale Lamelle des Flügelfortsatzes und Körper des Keilbeins. Das Dach der Nasenhöhle bilden vorn die beiden Nasenbeine, die pars nasalis des Stirn- beins, in der Mitte die lamina cribrosa des Siebbeins, hinten der Keilbeinkörper. Den Boden der Nasenhöhle bildet die obere Fläche des harten Gaumens, also Gaumen- fortsatz des Oberkiefers und Horizontalplatte des Gaumenbeins.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29821691_0001_0073.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


