Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann.
- Philistion of Locri
- Date:
- 1901
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Credit: Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann. Source: Wellcome Collection.
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![ösvreQa öh räg jTQoyvcbaeig i(.icpaLvovoa, rglrr] ^ töiv drpoQiOfxöiv dv^QioTthrjv inegßalvovaa ovveoiv. zejdQrrjv rd^iv (?) ixixvi ■/] TtoXvd-QvXrjTog y.al nolvd-avi.iaoxog ä^rjviovrdßißXog fj rtäoav LaxQLvJjV iniGT'^f.trjv T€ y.al oocpLav ef.irteQLiyjyvoa.') Man wende nicht ein, dass diese feste Ordnung der hippokratischen Schriften älteren Ursprungs sei, zumal das eine Citat nach dem Wortlaut des Vindicianus aus Diokles stammt. Das ist aber keineswegs der Fall: weder von dem alexandrinischen noch von dem pergamenischen Corpus oder von dem des Erotian lässt es sich beweisen; wenigstens findet sich bei keinem der vielen Ärzte, die seit dem Beginne des 3. Jhds. den Hippokrates kommentiert und citiert haben 2), die leiseste Spur einer ähnlichen Citierweise. Wir haben also anzunehmen, dass das rollenmässig an- gelegte Corpus, dessen Existenz überhaupt fürs Altertum bestritten worden ist^), erst der nachchristHchen Zeit angehört, und dass die Zahl der röf-WL in dem Text des Vindicianus dem aus Diokles ent- nommenen Hippokratescitate von Soran beigefügt worden ist. Freilich hüte man sich zu glauben, dass das doxographische Bruchstück des Vindicianus aus einer einzigen Quellenschrift ent- nommen ist. Dem widerspricht die Mannigfaltigkeit und Verschieden- heit des Inhalts. Ich vermute vielmehr, dass der erste Teil aus der soranischen Schrift Ttsql orteQ(j.aTog (Sor. 7t. yvv. itad: I 12, 179 E), der gynäkologische Abschnitt dagegen aus den rpvGLxä neql tc^o- yoviag (Sor. a. a. 0. I 13, 210) und der ätiologische endlich aus der Schrift nsQl alriüv Ttad-üv stammt, resp. aus seiner Schrift ßiot larqQv yial aigeoeig xctl ovvxdy^iara, in der er doch wohl auch die Lehren der einzelnen Schulhäupter behandelt hat. Was nun die von Vindicianus zusammengetragenen Placita an- belangt, so haben schon V. Eose^) und nach ihm H. Diels^) die Vermutung ausgesprochen, dass der zweite Hauptteil im wesentlichen auf Diokles von Karystos zurückgehe. In der That lässt sich der 1) Vgl. Ps. Orib. a.a.O.: qxd initiantiir arti, primo legant saa-amentum ipsius Eippocratis, inde librum praeceptorum, tertio librum hunc (sr. aphoi-is- monim), in quo totius artis speculatio continetur. Tzetzes in den Chiliaden VU 970 f. kannte ein aus 53 (?) Büchern bestehendes Coi-pus: lyeays Si ß.ßi.larqU TB xal nevrrjiiovra (aus Sorans ßioe 'InnoKoärove. Vgl. Tzetz. a. a. 0. 986: 'Efsalov Süjqavov rä 'InnoxQÜrovs Mfrjv). 2) Littre Oeuvr. d'Hipp. I 80 f. 3) Wilamowitz bei Freclrich a. a. 0. 12 A. 1. 4) Arist. Pseud. 379 f. 5) Dox. gr. 185. 435 adn. crit 9.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24758814_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


