Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann.
- Philistion of Locri
- Date:
- 1901
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Credit: Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann. Source: Wellcome Collection.
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![pneumatische Schule hat die Ätiologie des Diokles, die sich der modernen Erklärung der Gelbsucht am meisten nähert, wieder zu Ehren gebracht (Aret. m. ch. I 15, 113). Die Entstehung der Wassersucht führt der Autor des Vindi- cianus auf eine Abkühlung des Blutes in den Adern zurück, infolge deren die genossene Nahrung nicht in Blut, sondern in Wasser um- gewandelt werde. Die Worte der griechischen Vorlage mögen etwa gelautet haben: vÖQMTtag ylvea^al fprjOL yMxaipvyoixivov rov uC- f.iarog' yaQ i/.icpvT(p ^SQjiK^ rrjv rQorprjv dXXoLOvo&ai, ngög i^aifidnooiv vofxLtsL. f.iaQaivo^evov ök aHov rd al(.ia i^vSarovrat xal ^lezaöiötüGL rrjv y.ardipv^iv raig (pUipl uexcc^i) rov tieql- tovaiov TLül Töiv ivrsQMV ynaQ^ovoaig xal rd ölov aiöfia i^c^örjy.e {hydropem %7iquit fieri sanguinis corruptione per frigidum torporem. fervore eni^n naturali nutrimentum in sanguinem cogi aestimat: quo extincto per morhi tarditatem supradicta materia inaquatur, destinata in sanguinis substantiam, ac deinde in loca venarum, quae peritonad memhranae et intestinis interieda sunt, diffuso liquore et obtrudente hydropem nasci sive perfici ad tumorem totius corporis). Das Organ, in dem die Abkühlung der eingepflanzten Wärme erfolgt, wird in dem Bericht des Vindicianus nicht aus- drücklich genannt: da aber nach der übereinstimmenden Ansicht des Altertumes das Geschäft der Blutzubereitung der Leber zugewiesen wurde, so ist nicht zu bezweifeln, dass die Quelle gleichfalls als Sitz des Leidens die Leber betrachtete. Genau dieselbe Theorie hat Diokles vertreten: auch nach seiner Meinung entsteht der vögioip '^Ttarlag i), wenn sich die genossene Nahrung nicht in Blut, sondern in Wasser umwandelt, er vertrat gleichfalls die Ansicht, dass die Ursache dieses Zustandes in einer Abkühlung des in den Adern be- findlichen ifxrpvTov iyeQi-iöv zu suchen sei. Fuchs a. a. 0. 34, 556: ö dh jLoy.Xijg dftd GTtXiqvög q>r]GL ylvead^ai rovg vÖQCJrrag TtXrjV tcHv i^TtariCövTwv {dTtavriKövTwv oder drcavxitövTWV Cod.)* o^roi öe etoiv oi Tteql v.vqlov anXdy/^vov yivöf.i€V0L' tö yäq iv rovrcp 1) Diokles unterschied in Übereinstimmung mit der koisehen Schule zwischen dem tSSpnttp vnd aÜQxa und dem dax/rrjs (Cacl. Aur. m. ehr. III 8, 98: eins igitur Hippocrates et Diocles duplicem dixerunt: aliam enim vnd aä^xa vocaveiimt, aliam asciten. [Gal.] XIV 746. [Hipp.] ne^l Sialr. 172K) und kannte wie die knidische Schule {negl röiv ivrde nad-mv C. 24. 25. ns^l nad-uiv C. 22) zwei Arten des daxizjjs, den onlriviTris und j?7rar/ae. Vgl. Cael. Aur. a. a. 0. 99: vocatur autem his hydropismtis (sc. ascites), ut Diocles ait, epatias aut splenites a patientibn^ partibits nomen ducens, hoc est iecore vel liene.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24758814_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


