Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann.
- Philistion of Locri
- Date:
- 1901
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Credit: Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann. Source: Wellcome Collection.
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![Grimradarms, den %0QÖaip6g als Erkrankung des Dünndarms auf- fasste.») Dieselbe Unterscheidung kennt der Anonymus des Vindi- cianus (c. 30f.); sie fällt um so schwerer ins Gewicht, als andere Ärzte wie Hippokrates, Euryphon'^j und Praxagoras beide Krank- heiten identifizierten, 3) und die späteren Ärzte den Namen elUdg auf die Erkrankung des Dünndarms übertrugen.») Aber nicht nur UqoC). Die TQlylt} ist der Hekate heilig (Ath. VH 325 a, ihr Genuas macht un- fruchtbar), der fieldvovQoe den Unterirdischen (Jambl. V. P. 109. Beide kehren in den Enthaltungsvoi-schriften der Pythagoreer wieder. Diog. L. VIII 33), der Aal galt gleichfalls für heilig (Acl. VIU 4. Porph. de abst. UI 5), sein Fleisch ist wie das des xeaxQeie {nr^i Sialrrjs II 48) wie Knoblauch und Zwiebel {nfQi Siaix. II 54. Plin. XX 42. 57) nvevjuaTcoStje, und eine Vorschrift der P5i;hagorecr lautete nach Jambl. V.P. 106: reöv f/kv ßQo)udT(ov xa&öXov rd rotavTa änoSoxi^ud^eiv, 8aa nvei'ftarwSr} xai raga^ris airia, rd S' Ivavrla iSonluat,i re xai %Qr,ad-ai ixilevcv. Vgl. Diog. L. VIII 24: räiv Si xt duov dniyBod'ai Sid rd nvevfiarcäSfie Svrae udLarn fterexeiv rov yjvxixov. Knoblauch und Zwiebel waren in Ägypten der Aphrodite und dem Zevs xdaioe heilig (Sext, Emp. p}Tr. hyp. III 224). Die Ziege ist der /tsydlr] uijrrjg heilig [nfQl IfQ. vova. VI 300) und dem Dionysos, der Hirsch der Artemis, der Hund der Hekate (vgl. Sext. Emp. a. a. 0. Porph. de abst. II 17), der Hahn der Leto (Ael. IV 29), die Turteltauben den Parzen, Erinnyen, der Aphrodite und Demeter (Ael. X 33), die Minze den Unterirdischen (Sti-ab. VIII 344. Soxt. Emp. a. a. 0.). Das Verbot des Bades galt gleichfalls als p}i;hagorcisch (Ael. V. H. IV 17). Die Göttcrliste in nf^i Uq. vova. (VI 360f) spricht nicht gegen dies Resultat: sie kann ebensogut dorisch sein, die 'Evobia d. h. Demeter (Robert gr. M. 762) weist nach Sicilien. So schwer es ist, einen völlig klaren Einblick in die mannigfachen Beziehungen empedokleischer und pythagoreischer Lehren zu gewinnen, so zuversichtlich wage ich es auf ein weiteres Moment zu verweisen. Es ist bekannt, dass die Pythagoreer der Musik besondere Heilkraft zuschrieben (Jambl. V. P. 164. Plut de Is. et Os. 384 b). Hiermit halte man zusammen, was von Empedokles bei demselben Autor (113) überliefert ist. Nach dem Bericht des Cacl. Aur. (m. ehr. V 1) hat der Bruder des sikelischenArztes Philistion Ischias durch Flötenmusik geheilt: aXxx cantilenas adhibmdas probavernnt, ut etiam Philistionis frater idem memorat libro XXII de adiutoriis, scribens quendam fistulatorem loca dolentia decantasse, quae cum saltinn sumereni palpitando disciisso dolore mitescerent (vgl. Gell. IV 13). Caelius- Soran fügt hinzu: alii denique hoc adiutoni genus Pythagoram memorant invenisse. Noch Asklepiades glaubte an die Wirkung der Musik iCael. Aur. a. a. 0. Isid. IV 13, 3). 1) Vgl. Archigenes bei Aet. IX 28. M. Wellmann die pneum. Schule 39. 2) Die knidische Schule unterschied gleichfalls mehrere Arten der Darm- verschlingung, aber mit grundverschiedenen Namen, Entstehungsursachen und Symptomen (edeöe, edeös txregaiSrjs und aifiarlTr]«, Vgl. [Hipp.J TZigi rüv ivros nad-üv c. 44 f. VII 274 f.). 3) Cael. Aur. a. m. III 17: nam veteres Graeci intestina xogSds vocaverunt, sed hoc qiioque nomen alii eommune vocabulum tormento posuerunt, ut Hippo- crates, Praxagoras, Euryphon Cnidim. 4) Alex, von Tralles ed. Puschmann I 227.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24758814_0041.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


