Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann.
- Philistion of Locri
- Date:
- 1901
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Credit: Die Fragmente der sikelischen Ärzte Akron, Philistion und des Diokles von Karystos / herausgegeben von M. Wellmann. Source: Wellcome Collection.
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![des zweiten Teiles der Anecd. Brüx, vertreten (c. 25): item masculorum semen suatn habere naturam, ut ossa vel nervös aut carnem et his similia, et non ex alienigenis fieri. Die bei Vindicianiis folgende Notiz, dass auch die Frauen zur Zeugung Samen beitragen: ostendit enim ad gene}-andum mense nono etiam feminam convenire giebt die damals herrscliende Ansicht der massgebenden medizinischen - Kreise wieder'). Das Bruchstück des Diokles bei Aerius (plac. V 9, If. 421,6 D) beweist, dass er sie geteilt hat: ^loy.Xfjg 6 iarQÖg (sc. yvvaixa TtoX'Ady.ig Gwovoidtovaav ot avXXa/iißdveiv rprjal) rj nagd tö firjö' ökwg ivlag 07teQf.ia TtQotEöd-ai rj Ttaqd rd eXaxTOv rov deovTog rj öid tö toiovtov, iv <^ rd ^(p07toir]riy.dv odx ioTLV . . . Der Karysrier ist hierin ohne Zweifel von Empedokles^) abhängig. Die Bedeutung des Empedokles auf dem Gebiet der Embryologie und Gynäkologie hat Fredrich (a. a. 0. 126) richrig erkannt. Wenn er auch selbst wieder vielfach von Alkmaion beeinflusst ist, so scheint er doch der Hauptgewährsmann für die nachfolgende Generation gewesen zu sein. Dass Diokles ihm auf diesem Gebiet manche seiner Lehren verdankt, steht durch seine Fragmente fest. Wie Empe- dokles hatte er die Unfruchtbarkeit der Maulesel aus der Kleinheit, Enge und verkehrten Lage der Gebärmutter erklärt. Aet. plac. V 14,3f. (425,9 D): Jioy.l^g 6h (xüqtvqel a^ro) (sc. ^E(.i7ie6oy.XEL) Xeywv iv raig dvaroi.iaLg, TtoXXdy.ig itoQdy.a/iUV roiavrr^v (.nqtQav xQv fjf.iLdviov yjV Die Behauptung, dass die völlige Ausbildung des Embryo 40 Tage in Anspruch nähme, hat er dem Empedokles entnommen. Orib. III 78: ovf.i(fO)v€L ök roig xQovoig rijg nüvxeXovg t6)v ifxßQviov öiay.Qiaeiog y.al 6 rfvaiy.dg 'EjunedoyXrig (sc. tö ^lo- yiXet). Mit ihm srimmt er auch in der Annahme überein, dass die Knaben sich schneller im Uterus entwickeln als die Mädchen (Orib. III 78. Gal.XVII A 1006. Gal. IV63I): vermutlich teilte er auch die Begründung des Empedokles, dass sich die Knaben im rechten, d.h. dem wärmeren Teile des Uterus bilden (Gal. XVIIA 1002. Aet. plac. V 7, 419 D). Nach dem Vorgange des Akragantiners ver- trat er die Ansicht, dass die Menstruation bei allen Frauen in dieselbe Zeit falle, d. h. in die des abnehmenden Mondes (Sor. rtegl yw. 1 4,20 p. 185R).3) Die Geburt von Zwillingen oder Drillingen wird 1) Fredrich a. a. 0. 126 A. 2. 2) Zeller P 797f. Pythagoras, Alkmaion, Parraenides, Empedokles und Demokrit nahmen weiblichen Samen an, desgleichen die knidische Schule (Hinn yw. c. 24, Vm62f.). 3) Vgl. Arist. de gen. an. II 4,738 a 16. 3*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24758814_0045.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


