Leitfaden des Röntgenverfahrens / Unter Mitarbeit von A. Blencke [and others] herausgegeben von Friedrich Dessauer und B. Wiesner.
- Friedrich Dessauer
- Date:
- 1908
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Credit: Leitfaden des Röntgenverfahrens / Unter Mitarbeit von A. Blencke [and others] herausgegeben von Friedrich Dessauer und B. Wiesner. Source: Wellcome Collection.
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![wir uns ja die Stärke des Kraftfeldes dargestellt denken, [s. 40a]) aus, bis zu einem bestimmten Maximum, dann nimmt ihre Zahl wieder ab, wird gleich Null. Die Zahl der Kraftlinien wächst wieder, nachdem der Strom die Nullinie passiert hat und wieder anschwillt. Mit ihm hat sich aber die Richtung der Kraftlinien geändert. Sie erreichen auch liier wieder ihr Maximum, nehmen wieder ab, schwellen an — das magnetische Feld wechselt mit dem Strome, durch die Hysteresis in der Phase ein wenig verschoben, Stärke und Richtung. l9-Arbeit-der Diese kontinuierliche, zwangsweise Änderung des Feldes be- ftnderung deutet eine Arbeitsleistung, die in irgend einer Weise ein Äqui- Aenderungs- valent finden muß. Es muß aus dieser Form eine andere Arbeits- arbeit. form gewonnen werden. Durch diese Überlegung werden wir dazu geführt, die im Kraftfelde befindlichen Körper auf Äußerung irgend einer Wirkung zu untersuchen. In allen im pulsierenden Kraftfelde befindlichen Leitern (Stromwegen) entsteht während des Anwachsens und Abschwellens der Änderung des Kraftfeldes Elektrizität. Den das schwingende Kraftfeld erzeugenden Strom nennt man den induzierenden Strom (primären Strom), die an den Leitern auftretende Elektrizitäts- erscheinung Induktionsstrom (sekundären Strom), den Vorgang Induktion. Notwendigkeit Die Induktion ist also eine Erzeugungsweise elektrischer der Induktion ... T_ .. aus dem Er- Spannung m leitenden Körpern durch Änderung der Stärke des magnetischen Feldes. Kraftlinien werden ausgesendet, nehmen an Zahl zu, bis zu einem Maximum, nehmen wieder ab und schneiden dabei durch leitende Körper. Der aufgewendeten Arbeit, die in der fortwährenden Änderung der Feldstärke (Zahl und Richtung der Kraftlinien) liegt, muß eine Leistung entsprechen, und diese besteht in der Erzeugung von Elektrizität in allen Leitern, die von den pulsierenden Kraftlinien getroffen werden. Die aufgewendete Energie ist um so größer, je rapider die Kraftlinienzahl sich ändert, jo schneller sie ausgesendet, je rascher sie zu möglichst großer Zahl vermehrt werden, in je kürzerer Zeit sie wieder verschwinden, ihre Richtung wechseln. haltungsge setz. 50. Spannung des Induk- tions- Stromes. Der bei einer Transformation aufgewendeten Energie muß aber das Maß der neuen, entstehenden entsprechen, und so gelangen wir zu dem fundamentalen Hauptgesetz der Induktion. Die elektrische Induktion hat zur Voraussetzung eine Ände- rung der einen Leiter schneidenden Kraftlinien. Die Spannung des erzeugten Induktionsstromes ist um so größer, je größer das Maß der Änderung ist, also in je kürzerer Zeit eine möglichst große Kraftlinienzahl hinzukommt oder hinwegfällt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2808424x_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


