Altgriechische Märchen in der Odyssee : ein Beitrag zur vergleichenden Mythologie / von Georg Gerland.
- Georg Gerland
- Date:
- 1869
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Credit: Altgriechische Märchen in der Odyssee : ein Beitrag zur vergleichenden Mythologie / von Georg Gerland. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Tu der indischen Märchensammlnng des Somadeva/) wolclie 1103 nacl] Christus und kurz nachher abgefasst ist, lesen wir die Gescliiclite des Brahmaiien Saktideva, der ausgezogeii ist, um die Königstochter Kanakarekhä für sich zu'^gewinnen, denn diese will nur einen Mann heiraten, der in der goldenen Stadt war. x41s er diese Stadt durchaus nicht finden kann, wird ihm nach mancherlei vergeblichen Bemühungen geraten, zum Fischerkönig Satyavrata (der unverbrüchlich treue) hinzugehen, welcher im Meere auf der Insel ütsthala wohnt und über die verborgensten Dinge Kunde zu geben weiss, da er nach allen fremden Ländern zu reisen pflegt. Auf der Fahrt dahin wird aber sein Schift* von einem Sturme zerschellt, sein Eeisegefährte, ein Kaufmann, treibt lange auf einer Planke sitzend im Meere, bis ihn ein zufällig vorbeisegelndes Schiff aufnimmt und Saktideva selbst, zw^ar wie Jonas von einem gottgesendeten Fisch verschlun¬ gen, kommt doch auch ans Land, da der Fisch in ütsthala gefangen ward. Dort nahm Satyavrata den Brahmanen freundlich auf und riet ihm, eine andere Insel zu besuchen, auf der man, da sich zu einem heiligen Vischnutempel daselbst eine Menge Pilger aus aller AVelt zu versammeln pflegten, sicher auch die Lage der goldenen Stadt erfahren könne; ja er selbst rüstete ein Schiff, um ihn dahin zu begleiten. Unterwegs fragte Saktideva, auf einen dunkeln Punkt in der See hindeutend: „was ist das, was dort in der Ferne mitten im Meere so einladend und schön hervor¬ ragt? Es scheint wie ein geflügelter Berg, der seine äussersten Spitzen im freien Spiel auftauchen lässt.” Satyavrata antwortete: „es ist ein Feigenbaum, unter welchem, wie man allgemein sagt, ein Strudel das Meer in einen unterirdischen Feuerpfuhl hinein¬ zieht.” ikber mit Entsetzen bemerken beide, wie das Schiff vom Winde getrieben unaufhaltsam jener gefährlichen Stelle zueilt — und als jede Hoffnung auf Kettung geschwunden war, da gab Satyavrata, der unverbrüchlich treue, seinem Begleiter den Kat, sich beim Annahen des Schiffes durch rasches An¬ klammern an einen Zweig des Feigenbaumes zu retten; so lange wolle er das Schiff authalten und dann sich für jenen opfernd ft p Kathä 8arit Sägara her. v. Brockhaus Taranga 24—26.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b3056914x_0009.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)